Bauernstimme

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ABL-Verlag

Willkommen bei der AbL Niedersachsen/Bremen

Wir sind die Interessensvertretung von bäuerlichen Betrieben – unabhängig davon, ob sie konventionell oder ökologisch wirtschaften oder ob sie kleinere oder größere Höfe haben.

Unser Landesverband engagiert sich für bäuerliche Themen, die Niedersachsen und Bremen betreffen, und ist darüber hinaus bundesweit und international eng eingebunden in politische und gesellschaftliche Netzwerke. mehr...

Der fruchtbare Boden ist die Grundlage unseres Lebens

Mehr als 90 % unserer Nahrung wächst dort. Der Boden reinigt und speichert unser Trinkwasser, auf dem Boden wachsen Bäume, die CO2 einlagern und Sauerstoff freisetzen. OHNE BODEN, ohne Nahrung, Wasser, Sauerstoff haben wir keine Chance. Aber das ist heute kaum jemandem bewusst. Wir haben vergessen, was wirklich wichtig ist. Weltweit sind 75 % aller Böden bereits geschädigt, die Wüsten wachsen jedes Jahr um eine Fläche größer als die Niederlande, Belgien und die Schweiz. „Wenn wir so weitermachen, könnten innerhalb von 60 Jahren alle fruchtbaren Böden der Erde verschwunden sein“, konstatierte ein UN-Mitarbeiter.

Und das ist nicht nur kurzsichtig, verantwortungslos und verrückt. Das ist auch „bodenlos dumm“! Denn der Boden birgt auch  eine unglaubliche Chance im Kampf gegen den Klimawandel: Bäuerliche Landwirtschaft hat das Potenzial, durch Humusaufbau einen großen Teil des CO2 aus der Atmosphäre in den Boden zu bringen und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit enorm zu steigern. Mit 1 % mehr Humus weltweit ist der Klimawandel zu bremsen!
Es wird höchste Zeit, dass Schluss ist mit Landgrabbing und Humusabbau.
Schluss damit, dass hunderttausende bäuerliche Betriebe zum Aufgeben gezwungen werden.
Es wird höchste Zeit, dass Bauern endlich bezahlt werden für das, was ihnen am Herzen liegt: die Fruchtbarkeit des Bodens für kommende Generationen zu erhalten.
Es wird höchste Zeit, dass wir alle uns endlich um das kümmern, was wirklich wichtig ist!

„Boden & Klimaschutz: von Humusaufbau bis Landgrabbing!“

Auf der Aktionstagung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Niedersachsen/Bremen und Ökotopia Südniedersachsen 
am 29.2./1.3.2020  im ev. Bildungszentrum, Lutterweg 16, 29320 Hermannsburg treffen sich Zukunftserfinder, Bauern, Wissenschaftler, Journalisten, Umweltaktivisten, Künstler und alle, die wild entschlossen sind, was zu TUN.
Sei dabei! Wir freuen uns auf Dich!

Kontakt unter Tel.: 05822 23 68 und Tel.: 0176 52 27 71 60
Anmeldung: info[at]abl-niedersachsen.de

weitere Informationen findet Ihr hier


Gute Gründe - warum wir in der AbL sind...

 

Niedersachsen berichten von ihren Beweggründen, in der AbL zu sein.

 

Video 1 - youtu.be/Lr4A53NrS5Q

 

Video 2 - youtu.be/PByENXHNAxw

 

Video 3 - youtu.be/vfK_wjVUydE

 

Video 4 - youtu.be/vJ8yAl_93rc

 

Video 5 - youtu.be//iozCmrHiT90

 

Video 6 - youtu.be/BpqRpm1VZw8

 

 

Welche Gründe habt ihr - noch nicht in der AbL zu sein?

 

Hier findet ihr den Link zum Aufnahmeformular auf unserer Bundesseite:

 

https://www.abl-ev.de/ueber-uns/Mitglied-werden/ 

 

 


AbL - Gemeinsam aktiv werden!

  • Für eine bäuerliche Interessenvertretung
  • Für fairen Handel weltweit
  • Für faire Erzeugerpreise
  • Für Marktregeln, die Krisen vermeiden und Qualität stärken
  • Für eine soziale und ökologisch gerechte EU-Agrarpolitik
  • Für die Honorierung bäuerlicher Leistungen
  • Für die Qualifizierung der Direktzahlungen durch ein Punktesystem
  • Für Bauernland in Bauernhand
  • Für artgerechte Tierhaltung
  • Für umwelt- und klimaschonenden Ackerbau
  • Für das freie Recht auf Nachbau von Saatgut
  • Für eine gentechnikfreie Landbewirtschaftung und Lebensmittelerzeugung auch bei den neuen Gentechnik-Verfahren
  • Für gentechnikfreie Futtermittel und Förderung der einheimischen Eiweißversorgung
  • Für eine Landwirtschaft ohne Patente auf Pflanzen und Tiere
  • Für eine Eingliederung der Landwirschaft in ein solidarisches Sozialversicherungssystem
  • Für eine Förderung für junge Menschen auf dem Land
  • Für die Stärkung der Regionen
  • Für Zivilcourage und Unterstützung von bäuerlichen und gesellschaftlichen Initiativen

Ausführlichere Informationen über die Anliegen der AbL finden sich außerdem hier!

 

 

 


Nachlese von unserer diesjährigen Herbsttagung "So rechnet sich vielfältige Landwirtschaft"

Am 03. November 2019 fand in Gleichen-Klein Lengden unsere Herbsttagung statt. Eine Nachlese findet sich hier.


Bäuerinnen und Bauern blockierten größten Futtermittelhafen in Brake am 18.09.2019

EU-Mercosur-Freihandelsabkommen stoppen. Gemeinsam mit der Gesellschaft Verantwortung übernehmen

Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) blockierten mit ihren Treckern Deutschlands größten Importhafen für Futtermittel und Getreide in Brake an der Unterweser. Sie wurden unterstützt vom BUND-Niedersachsen und der Arbeitslosenhilfe Oldenburg (ALSO).

Sie wollten zwei Tage vor dem Weltklimastreiktag deutliche Zeichen setzen: Bäuerinnen und Bauern brauchen weltweit wirksamen Klimaschutz und die Bundesregierung muss das geplante unverantwortliche EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern Brasulien, Argentinien, Paraguay und Uruguay stoppen.

Beiträge und Pressestimmen finden sich unter der Rubrik Presse.

Klickt hier unseren  Link zum neuesten Mercosur-Papier der AbL und anderer Verbände an.

 

 


Impressionen von der Demo zu Fuß und mit Treckern am 23.03.2019 in Oldenburg

Stadt und Land Hand in Hand - Nur gemeinsam ist eine Agrarwende zu schaffen!

 

An die 1000 Menschen und über 20 Trecker demonstrierten am 23.3.2019 in Oldenburg für eine umweltschonende, zukunftsfähige, global gerechte und bäuerliche Landwirtschaft.

 

Das Video zur Demo gibt einen Einblick von der Aktion in Oldenburg!

https://www.youtube.com/watch?v=wagc-IovzhU&feature=youtu.be

 

 

Oldenburg 24.3.2019: „Geiz ist nicht geil! Lebensmittel brauchen einen fairen Preis!“ stand an einem der Trecker und „Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern“ auf einem anderen.

Unter dem Motto „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ zeigten Bauern und Bäuerinnen, Natur-, Tier- und Klimaschützer*innen, Arbeitsrechtler*innen, entwicklungspolitisch Engagierte und interessierte Verbraucher*innen auf bunten Schildern und Bannern, was ihnen in der Landwirtschaft und bei der Lebensmittelproduktion wichtig ist.

Aufgerufen zur Demonstration hatten das Agrarbündnis Niedersachsen und seine Mitglieder.

 

Die Trecker und Menschen zogen - begleitet von zwei Trommelgruppen - vom Bahnhofsvorplatz am Julius-Mosen-Platz und Staatstheater vorbei auf den Schlossplatz. Hier hatten verschiedene Bündnispartner Infostände aufgebaut und es gab Wurst und Hotdog aus regionaler Erzeugung zur Stärkung.

In den Redebeiträgen der Vertreter*innen der Initiativen, eingeleitet und moderiert von Canan Barski vom Ökumenischen Zentrum Oldenburg und Ottmar Ilchmann von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e. V. (AbL), spiegelten sich die vielfältigen Anliegen der Demo wider, deren zentrale Botschaft aber doch war: Nur im Schulterschluss können wir eine umweltverträgliche, zukunftsfähige, global gerechte, klimaschonende und existenzssichernde Landwirtschaft erreichen.

 

Peter Habbena, Landesvorsitzender des Bundesverband deutscher Milchviehhalter e.V. will den Dialog und betonte gleich zu Beginn der Demo die Gesprächsbereitschaft der Landwirte „wir sitzen an einem gemeinsamen Tisch“.

Guido Grüner von der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg e.V. und Prälat Peter Kossen schilderten eindrücklich und eindringlich, in was für katastrophalen Arbeitsverhältnissen osteuropäische Arbeiter*innen in der Schlachtindustrie vor den Toren Oldenburgs ausgebeutet werden: „Billig, billig, billig hat einen hohen Preis. Die Landwirte bezahlen mit ihrer Existenz, die rumänischen und bulgarischen Arbeiter mit ihrer Gesundheit und die Natur mit ihrer Vielfalt und dem ökologischen Gleichgewicht“, so Peter Kossen.

Antje Edler, Geschäftsführerin des Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. hob die globale Bedeutung Niedersachsens auf dem Agrarmarkt hervor und kritisierte u.a., dass die Beschaffungs- und Entsorgungsprobleme in der Fleischproduktion einfach in andere Teile der Erde ausgelagert werden.

„Immer wieder müssen wir unsere Forderungen laut und deutlich kommunizieren“ betonte Wiebke Fischer aus dem Landesvorstand des BUND. Und das auch im Hinblick auf die Europawahlen.

„Von Oldenburg geht ein Signal an Frau Klöckner und Frau Otte-Kinast: Kämpfen sie mit uns zusammen gegen das Höfesterben“ forderte Georg Janßen, Geschäftsführer der AbL.

Weitere Reden hielten Rüdiger Wohlers, Geschäftsführer des Nabu Oldenburger Land, Uwe Behrens vom Bündnis Mensch Tier Umwelt (MUT), Milena Helberg von Fridays for Future und Annette Berndt, Verbraucherin aus Norden.

Allen Redebeiträgen war als Kernforderung die Abkehr von Billigproduktion, welche nur dem Profit weniger Agrar-, Verarbeitungs-, und Handelskonzerne dient, hin zu einer zukunftsfähigen und umweltschonenden Landwirtschaft zu entnehmen. Dafür erwarten nicht nur die Verbraucher*innen, Wissenschaftler*innen, Umweltschutzverbände, sondern inzwischen auch explizit die protestierenden Jugendlichen von der Politik, zügig, entschlossen und konsequent die gesellschaftlich geforderte Umorientierung der Wirtschaftsweise und effektiven Klimaschutz.

Gunda Bruns von der AbL, die die Demonstration koordinierte, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf und der Beteiligung und hob hervor: „Wertschätzung statt Profit einiger Konzerne. Wir haben heute gezeigt, dass alle Beteiligten ohne gegenseitige Schuldzuweisungen am Erhalt einer guten, bäuerlichen Landwirtschaft mitarbeiten wollen. Wir sind viele und wir werden immer mehr, gemeinsam schaffen wir das“.

Und ein Treckerfahrer sagte am Ende begeistert „Das sollten wir auf jeden Fall wieder machen!“

Auf dem neuen Youtube-Kanal der AbL können die kompletten Reden der Demo angesehen werden. Den Link dazu findet man oben unter dem Bereich Kontakt.

 


Eindrücke von der Frühjahrstagung am 17.03.2019 in Dörverden-Westen

Frau Flentje (Sozio-ökönomische Beraterin der Landwirtschaftskammer) referierte zum Thema "Agrar-Sozial-Versicherung - Die Lücken werden größer!

Bundesgeschäftsführer Georg Janßen überreicht Ottmar Ilchmann ein Präsent!

 

 

Agrar-Sozial-Versicherung: Die Lücken werden größer

Unter diesem Thema hatte die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft zu ihrer Frühjahrstagung am 17.03.2019 nach Dörverden-Westen eingeladen. Zu Beginn informierte Frau Iris Flentje, sozioökonomische Beraterin der Landwirtschaftskammer über die Grundlagen der landwirtschaftlichen Rentenversicherung im Vergleich zu der gesetzlichen Rentenversicherung. Die ca. 40 Besucher hörten sehr interessiert zu - waren sie einerseits in einem Alter, wo das Thema "Rente" aktuell wird. Andererseits fragen sich auch die jüngeren Teilnehmer, wie sicher ihre Altersversorgung eines Tages sein wird und ob sie davon ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Festgehalten wurde, dass die landwirtschaftlichen Renten allein nicht dazu ausreichen. Altenteil oder Einnahmen aus Verpachtung, etc. sollen diese Zahlungen ja ergänzen. Was aber, wenn ein reiner Pachtbetrieb in den Ruhestand geht? Welche Möglichkeiten hat dieser?

Frau Flentje konnte darlegen, dass die sogenannte "Rieser-Rente", die auch für selbständige Landwirte zur Verfügung steht, eine recht gute Aufwand-Ertrags-Beziehung darstellt. Trotzdem sind auch diese Renten zu gering. Allerdings gilt dasselbe auch für Geringverdiener. Es handelt sich um ein generelles gesellschaftliches Symptom.

Andere Veränderungen geschehen abseits von der Öffentlichkeit. So wurden die Richtlinien der Krankenversicherung geändert. Dadurch ist auch für gewerbliche Einkommen (z.B. durch Einnahmen aus einer Photovoltaik-Anlage) Krankenversicherung zu zahlen. Möglicherweise wird die Rente aus der Landwirtschaft in Gänze für die Zahlung der Krankenversicherungen aufgebraucht.

Ulli Jasper, Bundesgeschäftsführer der AbL, erläuterte in einem zweiten Vortrag die politischen Hintergründe der Ausgestaltung der unterschiedlichen Versicherungen. So führt die Deckelung der Krankenkasse in der Beitragsklasse 20 zu Vorteilen für große Betriebe. Auch das Beitragssystem der Berufsgenossenschaft belastet kleinere, arbeitsintensive Betriebe überproportional. Wer an diesen Regelungen etwas ändern will, muss sich für eine bessere Vertretung kleinerer Betriebe in der Selbstverwaltung der Sozialversicherungen engagieren, so die Erkenntnis am Ende der Diskussion.

Aktuelles

 

 

Eintreten für Grünlanderhalt und Tierwohl in Niedersachsen!

Weidehaltung ist gegenüber Stallhaltungsformen oft wirtschaftlich im Nachteil und der Trend zur reinen Stallhaltung in Großbeständen setzt sich fort. Schäfer, Milchvieh- und Mutterkuhhalter, die ihre Tiere auf der Weide halten, leisten einen Beitrag zu Grünland-, Kulturlandschaftserhalt, Tierwohl und Erhalt bäuerlicher Landwirtschaft und verdienen daher die Unterstützung der Gesellschaft.

Wenden Sie sich daher jetzt an die Landwirtschaftsministerin in Niedersachsen und fordern die Weideprämie!

Sehr geehrte Frau Ministerin,

ich meine, Kühe gehören auf die Weide. Das ist gut für die Gesundheit der Tiere, ergibt hochwertige Milch, erhält wertvolles Dauergrünland, erhöht die Artenvielfalt, gibt der bäuerlichen Landwirtschaft eine Zukunft.

Kommen Sie auf gute Gedanken. Setzen Sie sich aktiv für die Weideprämie für Milchvieh, Mutterkühe und Schafe ein.

Freundliche Grüße,“

Wir fordern die Weideprämie, denn…

…Rinder fressen am liebsten Gras. Was früher jedes Kind wusste, wird heute vielfach nur noch für die Werbung genutzt – Kühe in einer idyllischen Landschaft. Stattdessen werden die Kühe mit Pflanzen gefüttert, die auch als Beitrag zur Ernährung von Menschen dienen könnten und wie Soja aus Süd- und Nordamerika importiert werden. Dabei werden die Kühe wie Bodybuilder behandelt. Das ist schlecht für das Klima, die Kühe und den Menschen.

…auf grünen Wiesen grasende Weidetiere gehören insbesondere in Niedersachsen unverzichtbar zum Landschaftsbild. Landwirte, die ihre Kühe, Rinder, Schafe und Ziegen auf der Weide halten, tragen zum Erhalt der niedersächsischen Kulturlandschaft und zum Erhalt von Grünlandstandorten und Artenvielfalt bei. Die Haltung auf der Weide entspricht dabei dem natürlichen Bewegungsdrang der Tiere, schont Gelenke und Klauen und erlaubt den Tieren ein artgerechtes Sozialverhalten.

…die Tierhaltung der Zukunft muss an die verfügbare Fläche gebunden sein. Die Weidehaltung ist hierfür ein Sinnbild. Wirtschaftlich sind die weidehaltenden Landwirte aber gegenüber intensiveren Haltungsformen heute oft im Nachteil. Viele Betriebe sind gefährdet. Mit einer Weideprämie können gezielt mittelständisch-bäuerliche Betriebe mit einer flächengebundenen und artgerechten Tierhaltung gefördert werden.

Postkarte zum Download