Bauernstimme

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ABL-Verlag

Willkommen bei der AbL Niedersachsen/Bremen

Wir sind die Interessensvertretung von bäuerlichen Betrieben – unabhängig davon, ob sie konventionell oder ökologisch wirtschaften oder ob sie kleinere oder größere Höfe haben.

Unser Landesverband engagiert sich für bäuerliche Themen, die Niedersachsen und Bremen betreffen, und ist darüber hinaus bundesweit und international eng eingebunden in politische und gesellschaftliche Netzwerke. mehr...


Bitte um Mithilfe bei der Erfassung von Grünlandnutzungen

Dr. Norbert Röder und KollegInnen vom Thünen-Institut sind dabei, aus Fernerkundungsdaten / Satellitenaufnahmen Rückschlüsse auf unterschiedliche Grünland-Nutzungsformen und Nutzungsintensitäten abzuleiten, z. B. Schnittzeitpunkt und Anzahl der Schnitte pro Jahr.

Sie suchen nun möglichst Bäuerinnen und Bauern, die bereit sind, solche Daten in eine App auf ihrem Smartphone einzugeben. Diese Daten werden dann genutzt um die Ergebnisse von Berechnungsformeln (Algorithmen) zu prüfen, also zu schauen, ob die Satellitenbilder zutreffend ausgewertet werden.

Wenn eine hohe Trefferquote von deutlich über 90 % erreicht wird, könnte das System evtl. auch für eine zielgerichtete GAP-Förderung (wie z.B. nach dem AbL-Vorschlag) eingesetzt werden.

Wer Interesse hat, sollte sich direkt bei Ann-Kathrin Holtgrave melden.

Weitere Informationen sind hier zu finden.


Wir suchen Fotos für unsere Website!

Wir wollen unsere Website neu gestalten und suchen für die einzelnen Rubriken Fotos mit landwirtschaftlichem Bezug. Die Fotos müssen in einer hohen Auflösung und im Querformat sein. Sie sollten neben dem landwirtschaftlichen auch einen Bezug zu Niedersachsen haben. Was macht uns hier in Niedersachsen aus?

Natürlich muss der Einsender auch die Bildrechte für das zur Verfügung gestellte Foto haben!! Also nicht einfach im Internet geeignete Bilder hochladen, für die man selbst keine Rechte besitzt. Denn sonst können wir Ärger bekommen, wenn diese Fotos auf unserer Homepage erscheinen.

Also ran an eure Fotoapparate und schickt uns die Bilder, die ihr gerne auf unserer Website sehen möchtet. Vielleicht werden sie ja ausgewählt und auf unserer Homepage für die nächsten Jahre veröffentlicht.

Sendet eure Bilder gerne an unsere E-Mail-Adresse info[at]abl-niedersachsen.de oder per Post an

Gabi Geppert, Vossweg 3, 26817 Rhauderfehn.

Wir freuen uns auf eure Aufnahmen!


Impressionen von der Demo zu Fuß und mit Treckern am 23.03.2019 in Oldenburg

Stadt und Land Hand in Hand - Nur gemeinsam ist eine Agrarwende zu schaffen!

 

An die 1000 Menschen und über 20 Trecker demonstrierten am 23.3.2019 in Oldenburg für eine umweltschonende, zukunftsfähige, global gerechte und bäuerliche Landwirtschaft.

 

Das Video zur Demo gibt einen Einblick von der Aktion in Oldenburg!

https://www.youtube.com/watch?v=wagc-IovzhU&feature=youtu.be

 

 

Oldenburg 24.3.2019: „Geiz ist nicht geil! Lebensmittel brauchen einen fairen Preis!“ stand an einem der Trecker und „Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern“ auf einem anderen.

Unter dem Motto „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ zeigten Bauern und Bäuerinnen, Natur-, Tier- und Klimaschützer*innen, Arbeitsrechtler*innen, entwicklungspolitisch Engagierte und interessierte Verbraucher*innen auf bunten Schildern und Bannern, was ihnen in der Landwirtschaft und bei der Lebensmittelproduktion wichtig ist.

Aufgerufen zur Demonstration hatten das Agrarbündnis Niedersachsen und seine Mitglieder.

 

Die Trecker und Menschen zogen - begleitet von zwei Trommelgruppen - vom Bahnhofsvorplatz am Julius-Mosen-Platz und Staatstheater vorbei auf den Schlossplatz. Hier hatten verschiedene Bündnispartner Infostände aufgebaut und es gab Wurst und Hotdog aus regionaler Erzeugung zur Stärkung.

In den Redebeiträgen der Vertreter*innen der Initiativen, eingeleitet und moderiert von Canan Barski vom Ökumenischen Zentrum Oldenburg und Ottmar Ilchmann von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e. V. (AbL), spiegelten sich die vielfältigen Anliegen der Demo wider, deren zentrale Botschaft aber doch war: Nur im Schulterschluss können wir eine umweltverträgliche, zukunftsfähige, global gerechte, klimaschonende und existenzssichernde Landwirtschaft erreichen.

 

Peter Habbena, Landesvorsitzender des Bundesverband deutscher Milchviehhalter e.V. will den Dialog und betonte gleich zu Beginn der Demo die Gesprächsbereitschaft der Landwirte „wir sitzen an einem gemeinsamen Tisch“.

Guido Grüner von der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg e.V. und Prälat Peter Kossen schilderten eindrücklich und eindringlich, in was für katastrophalen Arbeitsverhältnissen osteuropäische Arbeiter*innen in der Schlachtindustrie vor den Toren Oldenburgs ausgebeutet werden: „Billig, billig, billig hat einen hohen Preis. Die Landwirte bezahlen mit ihrer Existenz, die rumänischen und bulgarischen Arbeiter mit ihrer Gesundheit und die Natur mit ihrer Vielfalt und dem ökologischen Gleichgewicht“, so Peter Kossen.

Antje Edler, Geschäftsführerin des Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. hob die globale Bedeutung Niedersachsens auf dem Agrarmarkt hervor und kritisierte u.a., dass die Beschaffungs- und Entsorgungsprobleme in der Fleischproduktion einfach in andere Teile der Erde ausgelagert werden.

„Immer wieder müssen wir unsere Forderungen laut und deutlich kommunizieren“ betonte Wiebke Fischer aus dem Landesvorstand des BUND. Und das auch im Hinblick auf die Europawahlen.

„Von Oldenburg geht ein Signal an Frau Klöckner und Frau Otte-Kinast: Kämpfen sie mit uns zusammen gegen das Höfesterben“ forderte Georg Janßen, Geschäftsführer der AbL.

Weitere Reden hielten Rüdiger Wohlers, Geschäftsführer des Nabu Oldenburger Land, Uwe Behrens vom Bündnis Mensch Tier Umwelt (MUT), Milena Helberg von Fridays for Future und Annette Berndt, Verbraucherin aus Norden.

Allen Redebeiträgen war als Kernforderung die Abkehr von Billigproduktion, welche nur dem Profit weniger Agrar-, Verarbeitungs-, und Handelskonzerne dient, hin zu einer zukunftsfähigen und umweltschonenden Landwirtschaft zu entnehmen. Dafür erwarten nicht nur die Verbraucher*innen, Wissenschaftler*innen, Umweltschutzverbände, sondern inzwischen auch explizit die protestierenden Jugendlichen von der Politik, zügig, entschlossen und konsequent die gesellschaftlich geforderte Umorientierung der Wirtschaftsweise und effektiven Klimaschutz.

Gunda Bruns von der AbL, die die Demonstration koordinierte, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf und der Beteiligung und hob hervor: „Wertschätzung statt Profit einiger Konzerne. Wir haben heute gezeigt, dass alle Beteiligten ohne gegenseitige Schuldzuweisungen am Erhalt einer guten, bäuerlichen Landwirtschaft mitarbeiten wollen. Wir sind viele und wir werden immer mehr, gemeinsam schaffen wir das“.

Und ein Treckerfahrer sagte am Ende begeistert „Das sollten wir auf jeden Fall wieder machen!“

Auf dem neuen Youtube-Kanal der AbL können die kompletten Reden der Demo angesehen werden. Den Link dazu findet man oben unter dem Bereich Kontakt.

 


Eindrücke von der Frühjahrstagung am 17.03.2019 in Dörverden-Westen

Frau Flentje (Sozio-ökönomische Beraterin der Landwirtschaftskammer) referierte zum Thema "Agrar-Sozial-Versicherung - Die Lücken werden größer!

Bundesgeschäftsführer Georg Janßen überreicht Ottmar Ilchmann ein Präsent!

 

 

Agrar-Sozial-Versicherung: Die Lücken werden größer

Unter diesem Thema hatte die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft zu ihrer Frühjahrstagung am 17.03.2019 nach Dörverden-Westen eingeladen. Zu Beginn informierte Frau Iris Flentje, sozioökonomische Beraterin der Landwirtschaftskammer über die Grundlagen der landwirtschaftlichen Rentenversicherung im Vergleich zu der gesetzlichen Rentenversicherung. Die ca. 40 Besucher hörten sehr interessiert zu - waren sie einerseits in einem Alter, wo das Thema "Rente" aktuell wird. Andererseits fragen sich auch die jüngeren Teilnehmer, wie sicher ihre Altersversorgung eines Tages sein wird und ob sie davon ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Festgehalten wurde, dass die landwirtschaftlichen Renten allein nicht dazu ausreichen. Altenteil oder Einnahmen aus Verpachtung, etc. sollen diese Zahlungen ja ergänzen. Was aber, wenn ein reiner Pachtbetrieb in den Ruhestand geht? Welche Möglichkeiten hat dieser?

Frau Flentje konnte darlegen, dass die sogenannte "Rieser-Rente", die auch für selbständige Landwirte zur Verfügung steht, eine recht gute Aufwand-Ertrags-Beziehung darstellt. Trotzdem sind auch diese Renten zu gering. Allerdings gilt dasselbe auch für Geringverdiener. Es handelt sich um ein generelles gesellschaftliches Symptom.

Andere Veränderungen geschehen abseits von der Öffentlichkeit. So wurden die Richtlinien der Krankenversicherung geändert. Dadurch ist auch für gewerbliche Einkommen (z.B. durch Einnahmen aus einer Photovoltaik-Anlage) Krankenversicherung zu zahlen. Möglicherweise wird die Rente aus der Landwirtschaft in Gänze für die Zahlung der Krankenversicherungen aufgebraucht.

Ulli Jasper, Bundesgeschäftsführer der AbL, erläuterte in einem zweiten Vortrag die politischen Hintergründe der Ausgestaltung der unterschiedlichen Versicherungen. So führt die Deckelung der Krankenkasse in der Beitragsklasse 20 zu Vorteilen für große Betriebe. Auch das Beitragssystem der Berufsgenossenschaft belastet kleinere, arbeitsintensive Betriebe überproportional. Wer an diesen Regelungen etwas ändern will, muss sich für eine bessere Vertretung kleinerer Betriebe in der Selbstverwaltung der Sozialversicherungen engagieren, so die Erkenntnis am Ende der Diskussion.

Aktuelles

 

 

Eintreten für Grünlanderhalt und Tierwohl in Niedersachsen!

Weidehaltung ist gegenüber Stallhaltungsformen oft wirtschaftlich im Nachteil und der Trend zur reinen Stallhaltung in Großbeständen setzt sich fort. Schäfer, Milchvieh- und Mutterkuhhalter, die ihre Tiere auf der Weide halten, leisten einen Beitrag zu Grünland-, Kulturlandschaftserhalt, Tierwohl und Erhalt bäuerlicher Landwirtschaft und verdienen daher die Unterstützung der Gesellschaft.

Wenden Sie sich daher jetzt an die Landwirtschaftsministerin in Niedersachsen und fordern die Weideprämie!

Sehr geehrte Frau Ministerin,

ich meine, Kühe gehören auf die Weide. Das ist gut für die Gesundheit der Tiere, ergibt hochwertige Milch, erhält wertvolles Dauergrünland, erhöht die Artenvielfalt, gibt der bäuerlichen Landwirtschaft eine Zukunft.

Kommen Sie auf gute Gedanken. Setzen Sie sich aktiv für die Weideprämie für Milchvieh, Mutterkühe und Schafe ein.

Freundliche Grüße,“

Wir fordern die Weideprämie, denn…

…Rinder fressen am liebsten Gras. Was früher jedes Kind wusste, wird heute vielfach nur noch für die Werbung genutzt – Kühe in einer idyllischen Landschaft. Stattdessen werden die Kühe mit Pflanzen gefüttert, die auch als Beitrag zur Ernährung von Menschen dienen könnten und wie Soja aus Süd- und Nordamerika importiert werden. Dabei werden die Kühe wie Bodybuilder behandelt. Das ist schlecht für das Klima, die Kühe und den Menschen.

…auf grünen Wiesen grasende Weidetiere gehören insbesondere in Niedersachsen unverzichtbar zum Landschaftsbild. Landwirte, die ihre Kühe, Rinder, Schafe und Ziegen auf der Weide halten, tragen zum Erhalt der niedersächsischen Kulturlandschaft und zum Erhalt von Grünlandstandorten und Artenvielfalt bei. Die Haltung auf der Weide entspricht dabei dem natürlichen Bewegungsdrang der Tiere, schont Gelenke und Klauen und erlaubt den Tieren ein artgerechtes Sozialverhalten.

…die Tierhaltung der Zukunft muss an die verfügbare Fläche gebunden sein. Die Weidehaltung ist hierfür ein Sinnbild. Wirtschaftlich sind die weidehaltenden Landwirte aber gegenüber intensiveren Haltungsformen heute oft im Nachteil. Viele Betriebe sind gefährdet. Mit einer Weideprämie können gezielt mittelständisch-bäuerliche Betriebe mit einer flächengebundenen und artgerechten Tierhaltung gefördert werden.

Postkarte zum Download