9. September Ottmar im BMEL / 02. Juni Hintergrundgespräch bei Miriam Staudte, ML Nds / Eindrücke aus Wilhelmshaven am 12. Mai


 

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Am Samstag, den 5. Februar 2022, überreichte der AbL Landesvorstand Minister Olaf Lies einen "Stein im Brett" für seinen dialogischen Politikansatz - schön, wenn man sich gesehen fühlt und sich qualifiziert über die wahrhaft brennenden Problematiken austauschen kann. (Bild anklicken!)

Bauernstimme

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Agrarbündnis Niedersachsen zur Landtagswahl

Landwirtschaft, Umweltschutz und Verbraucher überlegten zusammen

1.) Gemeinsame Forderungen des Niedersächsischen Agrarbündnisses für die Landtagswahl in 2022 und darüber hinaus:

Zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft erhalten und fördern

Eine tiergerechte, bodenerhaltende und vielgestaltige Landwirtschaft muss mit dem Schutz von Klima, Ressourcen, Arten und Lebensräumen einhergehen. Gleichzeitig müssen Landwirt*innen und ebenfalls alle abhängig Beschäftigte fair bezahlt werden. Arbeitsbedingungen sind zu verbessern. Erzeugerpreise, Fördersysteme und Ordnungsrecht aus Europa, Bund und Ländern müssen darauf ausgerichtet werden. Unterstützungen bei der Krisenbewältigung, wie aktuell im Rahmen der Inflation oder der Klimaveränderungen, müssen für die Agrar- und Ernährungswende genutzt werden. Niedersachsen trägt als bedeutendes Agrarland in Deutschland eine besondere Verantwortung und muss für diesen Umbau Vorreiter werden. Dazu gehört auch die Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Steuerreform, um den Anstieg der Lebenshaltungskosten sozial und finanziell abzufedern. Auch untere Einkommensschichten müssen sich gesunde, nachhaltige Lebensmittel leisten können.

Negative Auswirkungen unserer Landwirtschaft auf die Landwirtschaft der Länder des globalen Südens müssen beseitigt werden. Futtermittelimporte sind zu minimieren sowie Exporte zu verbieten, die durch Preisdumping die lokale Produktion schädigen und zurückdrängen.

Pestizide

Der Einsatz von Pestiziden ist deutlich zu reduzieren. Bis 2030 Reduktion von Pflanzenschutzmitteln (PSM) um 25% (Forderung des Niedersächsischen Weges). 50% Reduktion von PSM fordert die Zukunftskommission. Dies ist praxisgerecht Schritt für Schritt umzusetzen, um Planungssicherheit für konventionelle Betriebe zu schaffen.

Notzulassungen für Neonicotinoide lehnen wir ab. Stattdessen sollen bekannte Anbausysteme mit vielfältigen Fruchtfolgen bessergestellt und alternative Methoden für die konventionelle Landwirtschaft entwickelt werden, die die Pflanzen über z.B. geänderte Fruchtfolge oder resistente Sorten gesund halten. Die konzernunabhängige Beratung in diesem Segment ist zu stärken. Mechanische Regulierung von Unkräutern muss zu einem neuen Beratungsschwerpunkt werden, vor allem auch um das dringend notwendige Verbot von Glyphosat zu begleiten.
Darüber hinaus fordern wir Meldepflichten beim Verkauf von Pestiziden, um den tatsächlichen Umfang des Einsatzes feststellen zu können und kontinuierlich Forschungs-, Ausbildungs- und Beratungsinhalte zu entwickeln.

Um eine solide Datengrundlage zum Einsatz von Pestiziden zu bekommen, ist ein Monitoring System auf betrieblicher Ebene einzurichten.

Gentechnik und Saatgut

Für eine resiliente Landwirtschaft brauchen wir freien Zugang zu genetischen Ressourcen und Unterstützung bäuerlicher Saatguterhaltung (Nachbau) und konzernfreier Züchtungsinitiativen, d.h. keine Patente auf Tiere und Pflanzen, um eine naturnahe Lebensmittelerzeugung zu sichern. Keine Aufweichung der strengen Zulassungsregeln besonders im Bereich Crispr/Cas, Beibehaltung der Kennzeichnungspflicht und Förderung der Zucht und des Anbaus ohne Gentechnik.

Aus Gründen des Verbraucherschutzes ist Transparenz beim Einsatz von gentechnisch veränderten Mikroorganismen im Bereich der Lebensmittelherstellung gefordert. Bspw. die verpflichtende Deklaration von technischen (exogenen) Enzymen, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt werden und die als Verarbeitungshilfsstoffe bei der Herstellung von Lebensmitteln und bei der Herstellung von Tierfutter Verwendung finden.

Umbau Tierhaltung

Die Anzahl Tiere ist an betriebliche Futtergrundlagen und verfügbare Flächen zur Ausbringung von Wirtschaftsdünger zu binden, eine Reduktion auf max. 2 GV/ha je Betrieb soll schrittweise umgesetzt werden. Die Verringerung der Tierzahlen ist ein wesentliches Ziel, wobei diese nicht durch verstärkte Importe ausgeglichen werden darf.

Empfehlungen des Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung sollen umgesetzt werden, allerdings darf das nicht zu einer neuen Runde des Strukturwandels führen. Es ist über eine Obergrenze bei der Stallbauförderung für diesen Umbau nachzudenken oder kleine und mittlere Betriebe zu bevorzugen. Die umbauwilligen Betriebe müssen ausreichend gefördert werden, jedoch ist mit höheren Preisen auch dafür zu sorgen, dass die Landwirte, die schon jetzt bessere Haltungsformen haben, davon profitieren können. Ohne ein höheres Preisniveau würden Umbausubventionen wettbewerbsverzerrend sein. Die Förderung des Umbaus der Tierhaltung soll sich vor allem auch auf Wiederkäuer beziehen und insbesondere die Weidehaltung honorieren.

Der Umbau der Tierhaltung muss durch eine tiergerechte Haltung zu einer Verbesserung der Tiergesundheit führen. Unter den veränderten Bedingungen kann und muss dann eine Tierschutz konforme Reduktion des Antibioikaeinsatzes in der Tierhaltung erfolgen, insbesondere muss auf den Einsatzes von Reserveantibiotkia verzichtet werden.

Ökologischer Landbau und regionale Produkte

Wir fordern zusätzliche Maßnahmen, um bis 2025 10% und 2030 15% Ökolandbau zu erreichen. Dazu gehört u.a. eine landesweite Kampagne zur Förderung von Bio-Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung und die engagierte Umsetzung der Ernährungsstrategie. Eine erste Maßnahme wäre die Einrichtungen des Landes und der Kommunen, wie Kantinen der öffentlichen Verwaltung, Krankenhäuser, Kindergärten und Schulkantinen auf den Einsatz ökologischer, regionaler, saisonaler Rohstoffe umzustellen. Die Vergaberichtlinien sind an dieses Ziel anzupassen. Wir erwarten, dass Verbände des Ökolandbaus verstärkt in Umsetzung und Weiterentwicklung der niedersächsischen Agrar- und Ernährungspolitik eingebunden werden. Dies gilt ebenso für Einrichtung, Evaluierung und Koordination von Öko-Modellregionen, die gezielt geöffnet werden, um umstellungswillige konventionelle Landwirte und ihre Erfahrungen mit einzubeziehen. Ziel der Landespolitik muss es auch sein, bei wachsendem Anteil des ökologischen Landbaus über die Entwicklung bestehender und Eröffnung von neuen Vermarktungswegen regional erzeugte Lebensmittel bei fairen Preisen den Verbraucher*innen anzudienen.

Regionale Wertschöpfung

Ziel der Landespolitik muss es ebenfalls sein, bei wachsendem Anteil des ökologischen Landbaus sowie konventioneller regional vermarkteter Produkte durch die Entwicklung bestehender, Förderung neuer, regionaler Vermarktungswege sowie die Schließung von Lücken in regionalen Wertschöpfungskettengesunde nachhaltige, resiliente Versorgungsstrukturen zu schaffen. Dies dient dazu, Versorgungssicherheit in den Regionen Niedersachsens herzustellen und Verbraucher*innen aller Einkommensstufen gesunde und nachhaltig erzeugte Lebensmittel zur Verfügung zu stellen.

Regionale Herstellungs- und Vermarktungsinitiativen können neue, faire und verlässliche Absatz- und Einkommensmöglichkeiten für kleinere und mittlere Landwirtschaftsbetriebe erschließen. Die Kooperation von regionalen Betrieben des Lebensmittelhandwerks mit Betrieben der Landwirtschaft in kurzen Wertschöpfungsketten fördert die Transparenz und Sicherheit bei der Versorgung mit Lebensmitteln und holt verlorene Wertschöpfung in die Regionen zurück.

Ausbildung

In den letzten Jahrzehnten ist in allen Bildungsebenen Wachstum, Spezialisierung und Rationalisierung zu einseitig gelehrt worden. Bestehende Unterrichtspläne im Lerngebiet "Alternative Landwirtschaft" (80 Std. im KMK-Rahmenlehrplan bundesweit seit 1994) müssen qualifiziert umgesetzt werden. In den Berufen der Landwirtschaft, Lebensmittelherstellung sowie der Vermarktung von Lebensmitteln sind differenziert und aufeinander bezogen die Lerngebiete ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Erzeugung, Herstellung und Vermarktung von Lebensmitteln in den Rahmenlehrplänen einzurichten.

Eine Spezialisierung eines Teils der Ausbildung auf den Bereich Ökolandbau ist fortzuführen und zu stärken.

Die Schulung der Verbraucher ist einer der wichtigsten Bausteine einer Agrar- und Ernährungswende. Die Forderungen der sogenannten „Niedersächsischen Ernährungsstrategie“ sind zügig umzusetzen und besonders in die Lehrpläne der Schulen aller Altersgruppen einzufügen.

Energie

Der Ausbau von Photovoltaik (PV) muss auf Gebäuden und versiegelten Flächen Priorität haben. Pflicht zur Nutzung von PV auf allen Neubauten und bei Dachsanierungen. Der Anteil von PV auf Altbauten (besonders bei landwirtschaftlichen Gebäuden) ist zu fördern. Ergänzende Freiflächen-PV- Anlagen sollen mit einer landwirtschaftlichen Nutzung verbunden werden oder Möglichkeiten bereitstellen, dauerhaft den Arten- und Naturschutz zu unterstützen. Naturverträglicher Ausbau Windkraft an Land ist voranzutreiben, da die Nutzung der Windkraft den geringsten Flächenverbrauch erneuerbarer Energien besitzt. Biogasanlagen sind auf die Verwertung von Reststoffen auszurichten.

Zusätzlich braucht es flächendeckende und kontinuierliche Energiesparberatung und Energieeffizienz-Offensiven für Privathaushalte, Wirtschaft und Kommunen. Effizienzforschung ist gleichberechtigt mit dem Ausbau der „Erneuerbaren“ voranzubringen.

Bodenrecht

Das Eindringen von außerlandwirtschaftlichen Investoren in den Bodenmarkt ist zu verhindern. Share-deals müssen transparent werden und der Grunderwerbssteuer unterliegen. Dazu braucht es ein neues Grundstücksverkehrsrecht, das Kaufrecht, Pachtrecht und Siedlungsrecht in einem Gesetz zusammenfasst. Ziel muss es sein, eine zukunftsorientierte, vielfältige und auch aus ökologischen Gründen kleinräumige Landwirtschaft zu erhalten und zu fördern.

Flächenverbrauch reduzieren

Als erstes Ziel ist der Flächenverbrauch an landwirtschaftlicher Nutzfläche in Niedersachsen auf 3 ha täglich zu begrenzen.

Um das Ziel von Netto-Null Flächenverbrauch bis 2050 zu erreichen, muss die Niedersächsische Bauordnung künftig flächensparende Konzepte vorschreiben. Dies kann auch durch Kontingente auf Kreisebene geschehen, damit der Wettbewerb um Gewerbeflächen gebremst wird.

Humusaufbau und Bodenschutz

Die Steigerung des Humusgehaltes landwirtschaftlicher Böden ist zu fördern. Denn dadurch ist nicht nur eine erhebliche CO2-Senkung zu entwickeln, sondern die Wasserhaltefähigkeit, die Nährstoffspeicherung, Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität nehmen ebenfalls zu. Die hohen Bodenverluste durch Wind- und Wassererosion können herabgesetzt werden. Gleichzeitig nimmt die Auswaschung von Nährstoffen wie Nitrat ins Grundwasser ab. Allerdings werden die notwendigen Zeiträume oft unterschätzt und die CO2-Bindung im Bodenhumus ist ein sehr dynamisches System im Austausch u.a. mit der Atmosphäre. Daher sehen wir die Finanzierung des Humusaufbaus über CO2-Zertifikate und die Einbindung in CO2-Zertifikatsysteme kritisch. Möglicher Humusabbau durch Wetterextreme oder Bodennutzungsänderung sind nicht einschätzbar und bergen ein hohes Vertragsrisiko für Landwirt*innen und können zu Überschätzung der CO2-Bindungskapazitäten von Böden führen. Daher ist eine prozessorientierte Förderung zur Humusanreicherung im Rahmen der bundes- und landesweiten Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu verfolgen. Dazu gehören z. B. weite Fruchtfolgen mit Leguminosen, Rückumwandlung von Acker zu Grünland, verminderte Bodenbearbeitung, Zwischenfruchtanbau, Verminderung Pestizideinsatz sowie naturverträgliche und schonende Anbauarten wie Agroforstsysteme. Zusätzlich ist ein Monitoring auf Demobetrieben zu verstärken. Neue Verfahren (z. B. im Rahmen regenerativer Landwirtschaft) sind zu evaluieren, in die Beratung aufzunehmen und die Geräte zur Ausbringung in die Einzelbetriebliche Förderung (EFP) einzubeziehen.

Auch hier ist die gesamte Wertschöpfungskette (z.B. im Getreide-Bereich die Mühlen und Bäckereien) einzubeziehen, da veränderte Anbausysteme veränderte Rohstoffeigenschaften mit sich bringen können. Ebenso erfordert die Erbringung von Leistungen für das Ökosystem, etwa die Förderung von Biodiversität auf dem Acker, die Speicherung von CO2, der Schutz von Wasser, Luft und Boden, dass diese Leistungen eingepreist werden. Lebensmittelhersteller*innen sind bereit, diese Leistungen fair zu entlohnen und bis zu ihren Kund*innen durch zu kommunizieren, sofern sie diese gesellschaftlichen Leistung als Wert erkennen und wertschätzen.

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Frieden schaffen, Ernährungssouveränität sichern, Lebensgrundlagen erhalten

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. übt scharfe Kritik an der aktuellen agrarpolitischen Diskussion, wenn dort mit Hinweis auf den Krieg in der Ukraine beispielsweise von einer drastischen Kurskorrektur in der Agrarpolitik, dem Aussetzen des Green Deal und der Farm to Fork-Strategie oder dem Verzicht auf weitere Maßnahmen zugunsten von Tier-, Umwelt- und Klimaschutz die Rede ist.

„In einer Zeit, in der unweit von Deutschland Millionen von Menschen in der Ukraine um ihr Leben bangen und vielen sterben, lehnt es die AbL ab, politisch übereinander „herzufallen“ und notwendige Veränderungen in Frage zu stellen. Das ist respektlos und würdelos gegenüber den leidenden Menschen im Krieg. Es ist viel wichtiger für uns, inne zu halten, an die verzweifelten Menschen zu denken und praktische Hilfe zu leisten" -

Die politischen Verantwortlichen und die Zivilgesellschaft müssen nach Ansicht der AbL folgende Punkte anpacken:
1)      die internationalen Abhängigkeiten hinterfragen und die Importe und Exporte auf den Prüfstand stellen,
2)      Ernährungssouveränität und die Bekämpfung des weltweiten Hungers in den Mittelpunkt stellen,
3)      den ökologischen Krisen unserer Zeit auch weiterhin politisch begegnen und hierfür die Ziele des Green Deal, der Farm to Fork- und der EU-Biodiversitätsstrategie weiterverfolgen und mit sozialer Gerechtigkeit und Ernährungssicherheit in Einklang bringen,
4)      Klimagerechtigkeit zur Grundlage des Handelns und der politischen Entscheidungen machen, ausgehend vom jüngsten IPCC-Bericht,
5)      das Ernährungsverhalten anpassen, d.h. geringerer Fleischkonsum, weniger Lebensmittelverschwendung, regionale und saisonale Ernährung für höhere Wertschöpfung auf den Betrieben,
6)      den Energieverbrauch reduzieren, die erdölbasierte Produktion hinterfragen, die viel zu hohen Abhängigkeiten von fossiler Energie begrenzen und Erneuerbare Energien erheblich ausbauen,
7)      dafür sorgen, dass die Spekulation mit Nahrungs- und Futtermitteln verboten wird.

Die ausführliche Position der AbL „Frieden schaffen, Ernährungssouveränität sichern, Lebensgrundlagen erhalten. Bäuerliche Solidarität mit den Menschen in der Ukraine“ findet sich hier.

 

5. Februar 2022: AbL Niedersachsen / Bremen überreicht in Grummersort "Stein im Brett" an Minister Lies

Sehr geehrter Herr Minister Lies,

im Oktober waren Sie als Gast bei der Landesversammlung der AbL Niedersachsen. Und Sie haben dort offenbar einen so nachhaltigen Eindruck bei den AbLern und AbLerinnen hinterlassen, dass wir von unseren Mitgliedern auf Ihre Redebeiträge angesprochen und dazu der Wunsch geäußert wurde, Ihnen nochmal extra zu sagen, dass uns vor allem einer Ihrer Vorschläge besonders begeistert hat: dass Politik künftig – ähnlich wie beim „Niedersächsischen Weg“ und der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ - wo immer möglich nur die Rahmenbedingungen setzen solle, die konkrete Ausarbeitung eines Gesetzesvorhabens aber zusammen mit den Stakeholdern erarbeitet werden müsse!

Möchten Sie hören was die Teilnehmer*innen der MV dazu gesagt haben?

Dass er als Politiker so denkt, das gibt mir richtig Hoffnung

Dass Herr Lies auf so einen Gedanken gekommen ist, zeigt dass er jenseits der üblichen Trampelpfade denkt und wirklich ein Anliegen hat, dass er was will

Sowas hab ich noch nie von einem Politiker gehört

Wenn Minister Lies sich damit durchsetzt, dann gibt es tatsächlich Hoffnung, dass sich in der Politik was bewegt

Damit sticht er heraus aus der gesamten Politikerriege

Wir sollten Herrn Lies nochmal sagen, das muss in der Politik unbedingt Verbreitung finden!

Und das tun wir hiermit:

Herr Minister Lies, Sie haben bei uns einen

Stein im Brett!

Der von Ihnen skizzierte neue Politikansatz hat das Potential der Entdemokratisierung der Demokratie entgegenzuwirken, könnte wirksam dazu beitragen, unsere Demokratie zu stärken. Und mehr gelebte Demokratie wird deutlich mehr Akzeptanz für Politik und ihre Ergebnisse schaffen, kann Politikverdrossenheit und der Spaltung unserer Gesellschaft entgegenwirken, könnte vielleicht sogar eine Veränderung der politischen Kultur anstoßen...

Und: die Ergebnisse wären in der Regel sehr viel besser, effizienter, damit akzeptabler und in der Konsequenz dann auch leichter umzusetzen.

Wir wünschen uns also, dass Sie nicht nur Ihre Arbeit als Umweltminister so gut weitermachen wie bisher! Wir wünschen uns auch, dass Sie in Ihrer Eigenschaft als SPD Politiker dieses Verfahren in politischen Kreisen zum Thema machen und aktiv bewerben! Benutzen Sie diesen Brief bitte auch in diesem Sinne!

Chapeau, Herr Minister Lies!

Herzliche Grüße und ein gutes und erfolgreiches neues Jahr!

Vorstand und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/Bremen

 

26. Januar 2022: Das Grünlandzentrum meldet : wir freuen uns Ihnen heute mitteilen zu dürfen, dass unser ProWeideland Programm in der Haltungsformstufe 3 (Milchkühe) offiziell anerkannt ist. Ab sofort können- nach ProWeideland zertifizierte Artikel- von den teilnehmenden Händlern mit der Haltungsform 3 gekennzeichnet werden.

 

27. Dezember 2021: Junge Bäuerinnen und Bauern suchen einen Hof - ein paar Plattformen im Internet helfen:

https://www.hofsuchtbauer.de/hofboerse/                                 https://www.hof-gesucht-gefunden.de  https://flaechenplattform.de (Brandenburg)                                                                       https://www.lgsa.de/de/grundstuecke/hofboerse-angebote/index.html (S-A) 

https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-aufbauen/land-hoefe-und-geraete/angebote https://www.biowarenboerse.de/kategorien/mensch-land/betrieb/   (Brandenburg)                                 http://abl-mitteldeutschland.de/wordpress/existenzgruendung/        (Mitteldeutschland)

6. November 2021: der bayrische Rundfunk berichtet zum Agrardialog...lies hier und gönne dir auch die Kommentare!

21. Oktober 2021: Victorburer Bauernerklärung an den Bundespräsidenten überreicht - schau

Am Montag, den 27.09.2021: Die Abschaffung der Landwirtschaft - ab 19:00 Uhr per Zoom:

Der Nachhaltigkeitsforscher Oliver Stengel entwirft in seinem Vortrag eine provokante Zukunftsvision, in der Lebensmittel und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem Labor kommen. »Zelluläre Landwirtschaft« lautet der Fachbegriff: Aus Stammzellen von echten Tieren und Pflanzen entstehen dabei in Tanks mit Nährlösung Lebensmitteln für Menschen – nicht als unappetitlicher Brei, sondern wie frisch vom Feld. Im Gegenzug darf sich auf Äckern und Weiden dann die Natur wieder ausbreiten.

So sähe die »postlandwirtschaftliche Revolution« aus, für die Oliver Stengel angesichts der aktuellen Klima- und Biodiversitätskrise plädiert. Eine denkbar radikale Vision – aber auch eine sinnvolle, umsetzbare und wünschenswerte? Darüber wollen wir gemeinsam diskutieren.

Die Diskussion des Abends eröffnet Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald mit einem Kommentar aus agrarkultureller und umweltethischer Sicht.

Der Vortrag findet als Online-Veranstaltung via Zoom statt.

Thema:      Vom Ende der Landwirtschaft -  Wie wir die Menschheit ernähren, das Klima   schützen und die Wildnis zurückkehren lassen

Referenten:  Prof. Dr. Oliver Stengel & Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald

Zeit:              Montag, den 27. September, Beginn: 19.00 Uhr 

Ort:               Online via Zoom

Anmeldung:  https://oekom-verein.de/veranstaltung/prof-dr-oliver-stengel-vom-ende-der-landwirtschaft-wie-wir-die-menschheit-ernaehren-das-klima-schuetzen-und-die-wildnis-zurueckkehren-lassen/


31.05.2021: Trilog Verhandlungen gescheitert - Artikel aus Junge-Welt dazu

       --> wer dem Hinweis auf Grossbritanien in dem obigen Artikel nachgehen möchte, hier der Bericht der Augsburger Zeitung zur  Queens speech:

27.04.2021: Sehr gute Broschüre zur aktuellen Diskussion um Gentechnik...schau hier!

23.03.2021: Ökologische Landwirtschaft in Wasserförderungsgebieten -

NDR Bericht aus MäcPomm: hier aufrufen...

10.03.2021: GAP - Aktuelles von der Bundesebene:

Zum laufenden Gesetzgebungsverfahren zur nationalen Ausgestaltung der künftigen EU-Agrarpolitik
Ausgestaltung der GAP steht vor zentralen Weichenstellungen – AbL kritisiert Gesetzentwürfe und macht Verbesserungsvorschläge

Die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am vergangenen Freitagabend (5. März 2021) an die Verbände der Zivilgesellschaft übersandten Gesetzentwürfe zur kommenden Förderperiode der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) nach 2023, lassen aus Sicht der AbL stark an Innovationskraft vermissen und geben keine ausreichenden Antworten auf die drängenden Herausforderungen der Zukunft. Sowohl in ihrer schriftlichen Stellungnahme als auch in der vom BMEL kurzfristig für heute angesetzten Verbändeanhörung, fordert die AbL deswegen umfassende Nachbesserungen und macht konkrete sowie bedarfsgerechte Verbesserungsvorschläge:

  1. Einführung eines Punktesystems in den Öko-Regelungen zur einkommenswirksamen Honorierung von Gemeinwohlleistungen.
  2. Ein dynamisch ansteigendes Budget für die Öko-Regelungen von  mindestens 30 Prozent zu Beginn der Förderperiode bei gleichzeitigem Abschmelzen der Basisprämie.
  3. Eine bedarfsgerechte Verteilung der Einkommensstützung durch Einführung einer Kappung der Basisprämie bei 150.000 € sowie eine Verdreifachung der Mittel für kleinere und mittlere Betriebe durch eine entsprechende Umverteilung.
  4. Einen rechtssicheren Ausschluss aller außerlandwirtschaftlicher Investoren von den Zahlungen.
  5. Die Nutzung von mindestens 4 Prozent der Direktzahlungen für die Junglandwirt*innenförderung sowie die Ausgestaltung derselben als qualifizierte Niederlassungs- statt pauschaler Flächenprämie.
  6. Eine sichere Finanzierung aller mit der 2. Säule verbundenen Förderprogramme durch eine ansteigende und bedarfsgerechte Umschichtung von Mitteln.

Die AbL hat zudem Zweifel an der Rechtssicherheit der Gesetzentwürfe. Hintergrund ist, dass die EU-Verhandlungen zur GAP (Trilog) noch nicht abgeschlossen sind und die Gesetzentwürfe somit über keine gesetzliche Grundlage verfügen. Ein weiterer Kritikpunkt der AbL ist die mangelnde Kohärenz mit bestehenden Strategien und gesetzlichen Vorgaben der Bundesregierung  z.B. zur Reinhaltung von Luft und Wasser oder des Klimaschutzes.

Hintergrundinformationen:

  • Berechnungen der AbL zeigen, dass von einer Kappung der Basisprämie bei 150.000 € voraussichtlich nur 0,6 Prozent aller Betriebe betroffen wären. Betriebe dieser Größenordnung verfügen laut Studien des Thünen-Institutes zudem über einen Gewinn je nicht entlohnter Arbeitskraft von rund 120.000 € und haben somit vielfach keine Einkommensstützung nötig.
  • In der aktuellen Förderperiode erhalten kleinere und mittlere Betriebe durch die Umverteilungsprämie eine zusätzliche Förderung von max. rund 2.000 €/Betrieb. In der kommenden Förderperiode soll dieser Betrag auf max. rund 3.200 €/Betrieb angehoben werden. Die von der AbL geforderte Verdreifachung dieser Förderung begründet sich ebenfalls auf Ergebnissen des Thünen-Instituts, wonach Betriebe dieser Größenordnung je nicht entlohnter Arbeitskraft einen Gewinn zwischen 20.000 und 30.000 € erwirtschaften.
  • Die AbL wird die anstehenden Entscheidungen zur GAP u.a. auf der Sonder-AMK am 17. März 2021 oder der Kabinettssitzung am 24. März 2021 mit Protesten und Aktionen begleiten. Bei den Aktionen vor Ort und für die Presse ansprechbar ist der AbL Bundesgeschäftsführer, Georg Janßen, Tel: 0170-4964684.  

Kontakt:
Phillip Brändle
AbL-Referent  für Agrarpolitik
Tel: 0163-9709645
Mail: braendle[at]abl-ev.de

 

04.03.2021: Klimastreik am 19. März 2021 - zeigt an euren Feldern, daß ihr dabei seid:

Liebe AbLerInnen!

Mach mit beim Klimastreik auf den Feldern!

Die Auswirkungen der Klimakrise kommen in dramatischer Weise auf unseren Höfen und Wäldern an – es ist Zeit, dass die Politik handelt! Wir sind bereit für Klima-, Wasser- und Biodiversitätsschutz auf unseren Höfen, wenn er nicht zulasten der Wirtschaftlichkeit geht.

Am 19. März ruft Fridays for Future zum globalen Klimastreik auf! Es sind viele coronakonforme Aktionen in den Städten geplant. Zusätzlich macht die AbL eine „Acker-Demo" mit Schildern. Hier suchen wir Bäuerinnen und Bauern, die Lust haben, mitzumachen!

So geht es:

  • Klebefolie bestellen bei brand@abl-ev.de (inkl. Porto 15,00€)
  • Klebefolie auf ein (altes) Brett kleben, Maße: 65 x 95 cm
  • Schild am 19. März am Feldrand aufstellen, so dass es von der Straße aus gut sichtbar ist
  • Wer mag: Ein Bild davon in den eigenen Social Media posten mit #AbL und #NoMoreEmptyProsmises oder #AlleFür1Komma5 (das ist der deutsche # für den Weltklimastreiktag)

Bei Fragen wendet euch gerne an mich: brand[at]abl-ev.de

Liebe Grüße Xenia Brand


01.03.2021: AbL Hessens erarbeitet Position zum "Wolf in Deutschland"

17.02.2021: dpa Meldung in der Süddeutschen zur agarpolitischen Debatte im Landtag - hier lesen

 


 

31.12.2020: Top Agrar Artikel zu den Bauernprotesten, Besuch von Olaf Lies und mit unseren AbL Positionen - kucksdu hier

31.12.2020: Passend zu "Irres Klima" - Aus der "Zeit" - ein kurzer Film zu "was wäre wenn vier Grad mehr sind ?" schau

24!12.2020: AbL Veranstaltung in Westerstede - das Video enthält einen Vortrag von Yanna Badet, Umweltforscherin aus Metjendorf zum Thema:

Irres Klima - wat' nu? Klimawandel und Landwirtschaft in Norddeutschland

mit anschließender Diskussion über das Thema Klima, Boden und vieles mehr von Yanna Badet, Jens Petermann, Jan Wittenberg und Peter Habbena sowie Gunda Bruns. Beste Medizin gegen einen eventuellen Feiertagsblues

09.12.2020:  Aktuelle Stunde im Landtag zu den Bauernprotesten  --> Bilder siehe rechts:

und die Rede von Miriam Staudte im Landtag

und die SPD Presserklärung mit der Rede von Karin Logemann

27.11.2020: Die "ZEIT" meldet Einigung bei der Werkvertragsarbeit in der Fleischindustrie

18.11.2020: "taz" : Greenpeace warnt - Multiresistente Keime per Gülletourismus quer durchs Land... (mehr)

16.11.2020: Pater Kossen demonstriert heute allein vor dem Konrad Adenauer Haus in Berlin gegen die Verzögerung seitens der CDU bei der Novellierung der Werkvertragsarbeit

11.11.2020: rechts von hier drei Fotos von "Schluss mit Lustig" aus Edewecht   ---->>>

Uns Ottmar in der "Welt"   ,beim "Heimatsender"  und erfrischend kritisch bei der "taz"


03.11.2020: Übersicht aus der Bauernstimme zum Stand des "Niedersächsischen Weges" 

Zukunftskommission von unten - AbL Dialogforum mit Tanja Busse auf Youtube

Video einer Veranstaltung vom 24. September in Westerstede - auch mit Ottmar und Gunda und ein bisschen Langmut wäre auch ganz passend.

 

Montag, 7. September : Süddeutsche Zeitung über Elisabeth in der Zukunftskommission: https://www.sueddeutsche.de/politik/merkel-landwirtschaft-ackerbau-agrar-1.5022519

 

Sonntag, 30. August 16:30 : Plant-e ZDF - -Bauern und Bürger und hier zum Nachschauen : https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-bauern-und-buerger-100.html

 

26. August 2020: Video vom Vortrag Christian Schülers in Jaspers Hof, Westerstede

 

 

24. August 2020: Milchdialog verschiedener Verbände verabschiedet gemeinsames Positionspapier

hier zum Nachlesen

 

8.Juli 2020: Bundeskabinett setzt Zukunftskommission Landwirtschaft ein

Elisabeth Fresen, AbL Bundesvorsitzende aus Verden, ist eine von 40 Komissarinnen: hier ist sie live

 


Neue Ackerbaustrategie der AbL

Am 13.12.19 wurde das neue Ackerbaupapier der AbL

Herausforderungen im Ackerbau - "Optimum statt Maximum" als Leitlinie vorgestellt.

Den gesamten Text findet ihr hier: https//www.abl-ev.de/publikationen


Digitalisierung? Grundeinkommen! Lösung für die Landwirtschaft

Zur Veranstaltung am 15.11.2019 in der VHS Norden mit unserem Landesvorsitzenden Ottmar Ilchmann und anderen Vertretern aus der Landwirtschaft lesen Sie hier den Bericht von Annette Berndt dazu!

AbL-Veranstaltung zum Thema: "Stärkung bäuerlicher Betriebe durch die EU-Agrarpolitik am 28. Oktober 2019 in Westerstede

Eine mit 80 Personen gut besuchte und interessante Veranstaltung mit verschiedenen Vertretern aus Politik und Verbänden und einer anschließenden regen Diskussionsrunde. Die Auswertung der Veranstaltung finden Sie hier.

Fotos finden sich hier. 1.

und 2.

https://de-de.facebook.com/KarinLogemannMdL/

 


Gemeinsame Position von AbL, BUND, Brot für die Welt und Greenpeace vom 18.10.19

Ministerin Klöckner muss Landwirtschaftskommission schaffen.

Die gesamte Position und Presseinformation gibt es hier!


AbL-Position vom 09.10.2019 - Notwendige Veränderungen müssen bezahlt werden!

 

Klickt oben auf die Überschrift und ihr lest die brandaktuelle Position der AbL!