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Unsere Böden sind uns teuer!

Das war die AbL-Frühjahrstagung rund um die Themen Bodenpolitik und Bodenschutz

Steigende Pacht- und Kaufpreise für landwirtschaftlich genutzte Flächen bringen bäuerliche Landwirtschaft in Existenznot

Bei der Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Landesverband Niedersachsen/ Bremen e.V. am 30. März 2025 in Westen (Dörverden) mit dem Titel „Unsere Böden sind uns teuer - …rund um die Themen Bodenpolitik und Bodenschutz!“ haben Landwirt:innen, Politiker:innen und weitere Interessierte diskutiert, ob es vor dem Hintergrund weiter steigender Pacht- und Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen ein niedersächsisches Agrarstrukturgesetz braucht. Der Einladung der AbL Niedersachsen/ Bremen waren die Agrar-Politiker:innen Karin Logemann (SPD), Burkhard Gödecke (Bündnis 90/ Die Grünen) und Hartmut Moorkamp (CDU) gefolgt und haben sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion den Fragen von Publikum und Moderator Ottmar Ilchmann gestellt. Weitgehende Einigkeit der Teilnehmer:innen bestand bei der Veranstaltung darüber, dass ein Agrarstrukturgesetz als ein Instrument zum Schutz der aktiven Landwirte und einer vielfältigen Betriebsstruktur längst überfällig ist.

Der Podiumsdiskussion vorangegangen war ein Vortrag des Agrarstrukturexperten Jobst Jungehülsing, der darstellte, wie dringend der Handlungsbedarf inzwischen sei. Gleichzeitig wies er daraufhin, dass eine Pacht- und Kaufpreispreisbegrenzung von 50% über dem Durchschnittswert wie es im Augenblick festgelegt ist, viel zu hoch angesetzt sei. Jungehülsing plädierte für eine Begrenzung von maximal 20% oberhalb der Durchschnittswerte. In der Vergangenheit hätten die Landwirte die steigenden Kauf- und Pachtpreise durch Einkommensverzicht kompensiert.

Eberhard Prunzel-Ulrich, stellv. Vorsitzender AbL Niedersachsen/Bremen e.V sagte.:

„Zwar unterliegen Flächenkäufe und Pachtungen auch heute schon einer Genehmigungs- und Anzeigepflicht, die bisherigen Gesetze haben sich aber als bisher kaum wirksam erwiesen. Landwirtschaftlicher Boden muss auch in Niedersachsen vor Spekulationen und branchenfremden Investoren geschützt werden. Gleichzeitig haben wir mit Sorge auch die Konzentrationsprozesse der vergangenen Jahre beobachtet. Ziel muss in Niedersachsen der Erhalt und die Förderung einer vielfältigen Agrarstruktur sein. Pacht- und Kaufpreise landwirtschaftlicher Flächen dürfen nicht ins Unermessliche steigen, sodass auch ein Flächenzugang für Junglandwirt:innen und Existenzgründer:innen in Niedersachsen in Zukunft gewährleistet werden kann.“

Karin Logemann (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass es der Politik gelingen kann, ein erfolgreiches Agrarstrukturgesetz zu beschließen. Allerdings wies sie darauf hin, dass dies, -ähnlich wie beim niedersächsischen Weg - parteiübergreifend und unter Einbeziehung aller betroffenen Gruppen passieren sollte. Dem stimmten Hartmut Moorkamp (CDU) und Burkhard Gödecke (Grüne) zu.

Aus dem Publikum kam der dringende Appell an Politik und Verbände, ein Agrarstrukturgesetz zeitnah zu verabschieden. Es wäre unsäglich, dass es in nunmehr fast zwei Legislaturperioden nicht gelungen sei, eine wirksame Regelung zu beschließen. Letztlich würde das Aussitzen des Problems auch das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit demokratischer Institutionen untergraben.

Der Wert landwirtschaftlich genutzter Böden hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen

Die Kaufpreise für landwirtschaftliche Grundstücke haben sich in den vergangenen 10 Jahren mehr als verdoppelt. Bereits 2023 ist Niedersachsen im Rahmen der Agrarstrukturerhebung dabei auf Platz drei der Bundesländer mit den höchsten Kauf- und Pachtpreisen nach Nordrhein-Westfalen und Bayern (Statistisches Bundesamt, Agrarstrukturerhebung 2023). Auch für 2025 wurden weiter steigende Preise beobachtet. 

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat vor diesem Hintergrund bereits Ende August 2024 einen Entwurf für ein „Gesetz zur Sicherung und Verbesserung einer bäuerlichen Agrarstruktur in Niedersachsen“ (Niedersächsisches Agrarstruktursicherungs- und Agrarstrukturverbesserungsgesetz, kurz: NASVG) geschrieben und zur Verbandsbeteiligung freigegeben. Eine Anpassung und erneuter Beschluss des Kabinetts, bevor es in den niedersächsischen Landtag eingebracht werden kann, steht noch aus.

500 Jahre Bauernkrieg - Was bleibt?

Gemeinsame Veranstaltung der AbL Niedersachsen/ Bremen, der Konföderation der evangelischen Kirchen in Niedersachsen und des Pfarrverbandes Leine-Berglands am 6. März 2025 in der St. Blasius Kirche in Ahlshausen, Einbeck

Leibeigenschaft, Ausbeutung durch Frondienste und hohe Abgaben an Kirche und Adel - das war die Realität des größten Teils der deutschsprachigen Bevölkerung im frühen 16. Jahrhundert. Zur Zeit der Reformation begann es aber unter der ländlichen Bevölkerung zu rumoren und diese Ordnung wurde in Frage gestellt.1524/25 taten sich tausende Bauern zu Haufen zusammen und griffen zu den Waffen. Im Verlauf der als Bauernkrieg in die Geschichte eingegangenen Ereignisse stellten die Bauern mit den Zwölf Artikeln von Memmingen erstmals Forderungen auf, die als frühe Formulierung von Menschenrechten gelten.

500 Jahre Bauernkrieg – Jubiläum als Anlass 

Am 6. März 2025 sind diese Ereignisse nunmehr 500 Jahre her, - Anlass für uns einerseits mithilfe von Prof. Dr. Thomas Kaufmann einen Blick auf die historischen Ereignisse in der Reformationszeit zu werfen und andererseits in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Landwirtschaftsvertretern die Frage zu stellen: Was bleibt und wirkt nach?  

Armut und Rechtlosigkeit von großen Teilen der Bevölkerung

Zu Beginn der Neuzeit lebt die Bevölkerung in Deutschland überwiegend ländlich. 80 Prozent sind Bäuer:innen, etwa 17 Prozent bilden die Stadtbevölkerung und 3 Prozent gehören Adel und Geistlichkeit an. Die Bauernfamilien finanzieren mit ihren Abgaben Adel und Klerus, haben gleichzeitig aber kaum politische Rechte. Adel und Klerus beanspruchen die Wälder, Seen und Flüsse im Land für sich, - das Land, das die Bauernfamilien bewirtschaften, gehört nicht ihnen, sondern den bessergestellten Grundherren. Die gesellschaftliche Ordnung wurde durch Kirchenoberhäupter und Adel definiert, die an ihrer Spitze standen. Aber nicht nur die Bauern begannen gegen ihre schlechte ökonomische Situation und die ungerechte Gesellschaftsordnung aufzubegehren. Auch einfache Geistliche, Städter und Bergleute waren Teil der Aufstände und Teil der Reformbewegung.

Der Einfluss der Reformation und Martin Luthers

Die Zeit des Bauernkriegs war auch die Zeit der Reformation, die viele besonders mit Martin Luther und der berühmten Veröffentlichung seiner 95 Thesen von 1517 verbinden. Im Jahr 1520 veröffentlicht Martin Luther sein Werk „Von der Freiheith des Christenmenschen“ und schreibt darin unter anderem den viel zitierten Satz: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan“.  Während dies durchaus als Ermutigung der Auflehnung der Bauernschaft gegen die Leibeigenschaft und Unterdrückung aufgefasst werden kann, bezieht sich Martin Luther hier tatsächlich gar nicht auf das Leben vor, sondern nach dem Tod. Freiheit durch die Erlösung von allen Sünden, - nicht Auflehnung gegen die Obrigkeit in diesem Leben. Obwohl die Standpunkte der Reformation eine wesentliche Begründung für die Aufständischen waren, distanzierte sich Martin Luther deutlich vom Bauernkrieg.

Ein anderer Reformator, nämlich Ulrich Zwingli kann schon eher herangezogen werden, um eine Auflehnung gegen Adel und Kirche zu begründen. Er nämlich sieht die Obrigkeit wie zu dieser Zeit üblich als durchaus von Gott eingesetzt, aber an die Vorschriften in der Bibel gebunden. Verstoße sie gegen die biblischen Vorgaben, hätten die Menschen das Recht, diese abzusetzen. Besonders in Süddeutschland wurde Zwingli für die Bauern so zu einem Bezugspunkt.

Im Verlauf des Bauernkriegs mahnte Luther in einer öffentlichen Schrift die Aufständischen zur Einhaltung des Friedens und der gesellschaftlichen Ordnung. Luther sollte später im Verlauf des Bauernkriegs in Folge dieser Veröffentlichung sein „dramatischste[r] Imageschaden“ (Prof. Dr. Kaufmann, 06.März 2025 in Ahlshausen) in seiner Rezeptionsgeschichte beigefügt werden: Durch seine Schrift wirkt es nämlich so, als hätte Luther zunächst durch seine reformerischen Schriften die Bauernbewegung befördert und später die besonders brutale Niederschlagung der Bauern durch den Adel befürwortet.

Eine weitere zentrale Figur der Bauernaufstände war auch Thomas Müntzer, ein früherer Anhänger Luthers, der als Dorfpfarrer wirkte aber im Gegensatz zu Luther die gewaltsamen Aufstände der Bauern befürwortete und beförderte und sich im Verlauf des Bauernkriegs bemühte, verschiedene Bauernhaufen in Thüringen zusammenzuführen, um gemeinsam eine stärke Schlagkraft zu entwickeln. Er wurde im Mai 2025 in der Folge hingerichtet.

Der Einfluss der Medien

Einen anderen besonderen Aspekt, der für den Verlauf der als Bauernkrieg in die Historie eingegangen Ereignisse nicht unerheblich ist, mehr noch aber auch für die wechselnde und immer wieder umstrittene Rezeption im Verlauf der Geschichte rückt Prof. Dr. Thomas Kaufmann in seinem Vortrag „Der Bauernkrieg – ein Medienereignis“ in den Vordergrund: die Rolle der Medien. Warum ein 500 Jahre zurückliegender Krieg, dessen mutmaßliche Opferzahlen von circa 100.000 Menschen, die gemessen an den Kriegen der Neuzeit sehr gering scheinen, über eine so lange Zeit immer wieder als Bezugspunkt in der deutschen Geschichte aufgegriffen wird, in zahlreichen Gemälden und Denkmalen rezipiert und auch politisch instrumentalisiert wurde, beschäftigt dabei den Kirchenhistoriker. Der Vortrag des renommierten Kirchenhistorikers wurde von uns aufgenommen und kann auf youtube unter der Adresse https://www.youtube.com/watch?v=lxNH9_k4EOA&t=1708s abgerufen werden.

Verlauf des Bauernkriegs

In mehreren Regionen im süddeutschen Raum, Thüringen und Sachsen hatten sich die Bauern in verschiedenen größeren und kleineren Gruppen zusammengetan, bewaffnet und zogen von Dorf zu Dorf. Dabei plünderten sie auch Kloster und stürmten eine Vielzahl von Burgen. In verschiedenen Schlachten waren die Bauern schließlich dem besser ausgestatteten Adel unterlegen. Aber die Bauern hatten sich erstmals in der deutschen Geschichte organisiert und hatten ihre Forderungen, die auch per Flugschrift Verbreitung fanden, oft unterstützt durch einfache Geistliche und Städter, niedergeschrieben,. Die heute berühmteste Schrift sind die sogenannten 12 Artikel von Memmingen. Zur Zeit der Reformation war zwar die Zahl der Analphabeten hoch, aber die Zahl der volkssprachlichen Flugschriften stieg durch die zunehmenden Möglichkeiten der Vielfältigung von Schriften. Nur so konnten sich die reformerischen Schriften weit verbreiten und auch für die Verbreitung der in Memmingen verfassten 12 Artikel war

Die 12 Artikel von Memmingen

Was aber forderten die Bauern in den 12 Artikeln von Memmingen, die heute als eine der frühen Einforderungen von Menschenrechten in die Geschichte rezipiert werden? Ein zentraler Punkt der "Zwölf Artikel" ist natürlich die Aufhebung der Leibeigenschaft. Die Bauern wollen aber auch ihren Pfarrer frei wählen dürfen, um sicher zu sein, dass er auch wirklich ihre Interessen vertritt. Sie fordern bessere Lebensbedingungen, das Recht auf Jagd und Fischfang, sie wollten an der Nutzung der Wälder teilhaben und die Frondienste an die Herren sollen reduziert werden. Sie fordern die Abschaffung der Todfallabgabe, die Abschaffung des Kleinzehnten, kirchliche oder gemeinnützige Verwendung der Großzehnten, die Einhaltung bestehender Besitzbedingungen, eine Neufestsetzung der Abgaben an den Grundherren, feste statt willkürlicher Strafen und die Rückgabe der Allmenden. Der zwölfte Artikel erklärt die grundsätzliche Bereitschaft, auf alle Forderungen zu verzichten, „die dem Wort Gottes nicht gemäß“ (12 Artikel von Memmingen) sind.

Die Folgen des Bauernkrieges

Während die Aufstände der Bauern blutig niedergeschlagen wurden, viele Bauern grausam hingerichtet und verstümmelt wurden, haben die Herren dennoch auch Angst vor neuerlichen Aufständen. In einigen Regionen kommen sie den Bauern in ihren Forderungen daher entgegen. Aber nicht überall wird die Leibeigenschaft aufgehoben, die Heiratsfreiheit möglich gemacht und die Todfallabgabe abgeschafft. Die entgültige Abschaffung der Leibeigenschaft lässt nach den Ereignissen noch 250 Jahre auf sich warten. Erst 1807 wir die Leibeigenschaft in Preußen abgeschafft. Trotzdem wirkten die Forderungen der Bauern nach und auch der Reformationsprozess der kirchlichen Ordnung setzte sich nach der Niederschlagung des Bauernkrieges fort.

Was bleibt? – Podiumsdiskussion rückt Gerechtigkeit und ökonomische Verhältnisse in Landwirtschaft und Gesellschaft in den Vordergrund

Auch 500 Jahre nach den Ereignissen wirken die historischen Ereignisse in unseren Köpfen und Herzen fort. Während die Podiumsteilnehmer Ottmar Ilchmann (AbL Niedersachsen/ Bremen), Frank Kohlenberg (Landvolk Niedersachsen) und Prof. Dr. Kaufmann, moderiert von Cornelia Möller (Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen) sich zwar davon distanzieren und davor warnen, den Bauernkrieg als folkloristischen Bezugspunkt der politischen Agenden unserer heutigen Zeit zu missbrauchen oder gar die Bauernproteste von 2024/25 in diese Tradition zu stellen, sind auch heute Diskussionen um Gerechtigkeit und Ökonomie eng miteinander verbunden. Deutlich globaler als 1515 fallen die gesellschaftlichen Verschränkungen dabei aus und so ging es in der Diskussion mal um das Verhältnis der ökonomischen Beziehungen zwischen globalem Norden und globalem Süden, um gerechtere Handelsbeziehungen und eine Stärkung der Produzenten in den Wertschöpfungsketten. Mal um Fragen der Ernährungssouveränität und -sicherheit, es ging um die Bedrohung und Sicherung von Menschenrechten und den Beitrag von Landwirtschaft und Bäuerinnen und Bauern in diesen Fragen. Und obwohl die Prozentzahl der Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind, sich gegenüber der großen Mehrheit der Bevölkerung von 80% um 1525 heute in Deutschland auf etwa 2% reduziert hat, zeigt die Diskussion wie eng auch heute noch die Fragen nach Menschenrechten und einer gerechten Gesellschaftsordnung und gerechten ökonomischen Verhältnissen mit der Landnutzung  und Landwirtschaft verbunden sind.  

Angeregte Diskussionen bei Kartoffelpfanne und Wildbratwurst

Vor dem Hintergrund der Themenvielfalt der Podiumsdiskussion und unter dem Eindruck des Vortrags von Prof. Dr. Kaufmann waren dann auch die Diskussionen beim gemeinsamen Ausklang des Abends bei Kartoffelpfanne und eigens für die Veranstaltung hergestellter Wildbratwurst angeregt und vielfältig.

Mercosur-Abkommen: Wer profitiert hier eigentlich?

Vortrag mit Antônio Andrioli

Billigfleisch und Ethanol, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen, Gentechnik und Pestizide durch die Hintertür. Rindfleisch und Soja gegen Autos, Milchprodukte, Maschinen und Chemikalien.

Mit dem Freihandelsabkommen der EU mit dem Mercosur soll durch den Abbau von Exportsteuern und Importzöllen eine riesige Freihandelszone mit 800 Millionen Einwohner:innen entstehen. Bauernverbände und zivilgesellschaftliche Gruppen aus den Mercosur-Ländern und der EU kritisieren das Abkommen gleichermaßen heftig, weil billigere Agrarimporte die lokale landwirtschaftliche Produktion auf beiden Seiten gefährden.

>>Wir fragen, wer profitiert hier eigentlich?<<

Antônio Andrioli, Agrarwissenschaftler und Soziologe aus Brasilien, kann eindringlich wie kein anderer schildern, welche dramatischen sozialen und ökologischen Folgen das Freihandelsabkommen in den lateinamerikanischen Ländern haben wird und warnt gleichzeitig auch vor den negativen Auswirkungen für die europäischen Bäuer:innen und Verbraucher:innen.

Alle, die den Vortrag am 5. Februar 2025 in Westerstede verpasst haben, können >>>hier den Vortrag auf unserem youtube-Kanal anschauen


Wir haben es satt! Wer profitiert hier eigentlich?

Am 18. Januar 2025 waren wir mit einem Bündnis von 60 Organisationen - mit Bäuer:innen, Imker:innen, Verbraucher:innen, Klimaaktivist:innen und Naturschützer:innen -, auf der Straße und haben eine für eine sozialgerechte Agrarpolitik demonstriert, von der alle profitieren: Mensch, Tier und Umwelt!


2024 - Jahresrückblick in Bildern

Viele Themen, von A wie Agrarstrukturgesetz bis Z wie Zukunftskommission Landwirtschaft haben uns im Jahr 2024 beschäftigt. Gemeinsam haben wir uns eingesetzt für bäuerliche Landwirtschaft. Hierbei ist der ein oder andere Schnappschuss entstanden. Viel Spaß mit unserem Jahresrückblick in Bildern.

  • Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie!

  • Patente verbieten! Konzerne stoppen! Gentechnikfreiheit sichern!

  • Für Vielfalt auf den Äckern... und in den Köpfen! Für einer Politik bei der jeder Hof zählt!

  • Pressekonferenz mit Ministerpräsident Weil und Landwirtschaftsministerin Staudte

  • v.l.n.r.: Anika Berner, Ottmar Ilchmann, Miriam Staudte, Eberhard Prunzel-Ulrich, Karen Stubbemann

  • Treffen der Regionalgruppe Südniedersachsen

  • Geschäftsführer Hans Herten und Landesvorsitzender Ottmar Ilchmann

  • Quelkhorner Moor am Tag der Frühjahrstagung in Fischerhude

  • v.l.n.r. Anika Berner, Ministerpräsident Stephan Weil, Eberhard Prunzel-Ulrich, Ottmar Ilchmann

  • Maria Noichl (SPD, MdEP) und Ottmar Ilchmann auf der Frühjahrstagung in Fischerhude

  • Anti-Gentechnik-Kundgebung am 3. Mai in Hannover: Saatgut und Land in Bäuerinnenhand!

  • Anti-Gentechnik-Kundgebung am 3. Mai in Hannover: Gentechnik und Patente? Bleibt uns vom Acker!

  • Futtermittelhafen in Brake: Bäuerliche Solidarität statt Freihandel und Höfesterben!

  • Aktion am Futtermittelhafen in Brake

  • Sommerfest der SPD. v.l.n.r. Ottmar Ilchmann, Pascal Leddin (MdL, Bündnis 90/Die Grünen), Peter Habbena, Karin Logemann (MdL, SPD)

  • Landeserntedankfest in Spelle am Stand der Norddeutschen Direktvermarkter

  • Jochen Hartmann hält auf der Herbsttagung in Uelzen einen mitreißenden Vortrag über umgesetzte Maßnahmen auf seinem Hof im Rahmen des F.R.A.N.Z.-Projektes 

  • Herbsttaggung in der Woltersburger Mühle in Uelzen. Power to the Bauer!

  • Volker Krause über "Impulse für die Transformation der Lebensmittelwirtschaft" in der Woltersburger Mühle in Uelzen auf der Herbsttagung

  • Jan Wittenberg zu den Themen "Ackerbau und Landbewirtschaftung zukunftsfest machen!" und GAP-Reformation

  • Fachveranstaltung: "Existenzgründung und Hofnachfolge" der Grünen Landtagsfraktion. v.l.n.r. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte, Luisa Strohmeyer (jAbL), Charlotte Niekamp (jAbL)

  • Voller Saal bei der Veranstaltung "Landwirtschaft am Limit" im Goldenen Anker in Jeddeloh

  • v.l.n.r. Ottmar Ilchmann (Landesvorsitzender AbL Niedersachsen/Bremen), Maren Boltes (Milchbäuerin aus Oldenburg), Margaretha Kurmann (Moderatorin) und Reiner Lübben (DMK)

  • Austausch mit Christoph Willeke (MdL, SPD), Ottmar Ilchmann, Karin Logemann (MdL, SPD), Eberhard Prunzel-Ulrich und Maren Ihnen

  • Selfie vorm Landtag =) v.l.n.r. Ottmar Ilchmann, Eberhard Prunzel-Ulrich, Maren Ihnen

  • Austausch mit Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier, Barbara Fährmann (Ländliche Regionen, ELER-Koordinierung), Ottmar Ilchmann, Eberhard Prunzel-Ulrich, Maren Ihnen


27.10.2024

Herbsttagung und Mitgliederversammlung der AbL Niedersachsen/ Bremen

Am 27.10.2024 hat in Uelzen in der Woltersburger Mühle die Herbsttagung und Mitgliederversammlung der AbL Niedersachsen/ Bremen stattgefunden.

Mit „Impulsen für eine Transformation der Lebensmittelwirtschaft“ hat Volker Krause das Vortragsprogramm der Herbsttagung eröffnet. Jan Wittenberg hat uns in seinem Vortrag „Ackerbau und Landbewirtschaftung zukunftsfest machen“ mit dem Bild der Do‘s and Don‘ts des Kanufahrens mitgenommen in seine Vision der Zukunft von Ackerbau und Landbewirtschaftung und am Ende noch Zeit gefunden, Vorschläge für eine Neuausrichtung der GAP vorzustellen.

Jochen Hartmann, der mit seinem Betrieb am F.R.A.N.Z.-Projekt teilnimmt, hat in seiner unterhaltsam und mitreißend vorgetragenen Präsentation von Maßnahmen berichtet, die er begleitet durch das F.R.A.N.Z.- Projekt auf seinem Betrieb umgesetzt hat. Die angelegten Maßnahmen sollen dabei immer sowohl naturschutzfachlich sinnvoll, als auch praxistauglich und wirtschaftlich tragfähig für den Betrieb sein. Jochen Hartmann berichtete so anschaulich von den Erfolgen und Herausforderungen im Projekt bei der Umsetzung auf seinem Hof, dass man direkt Lust verspürte, die Ärmel hochzukrempeln.

Nach den Vorträgen  kam auch die Diskussion nicht zu kurz und konnte beim gemeinsamen Mittagessen weitergeführt werden.  

Bericht aus dem AbL-Bundesverband und den Aktivitäten der IG Nachbau

Bernd Schmitz einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im AbL-Bundesverband gegeben. Aus der IG Nachbau berichtete Georg Janßen von den jüngsten Kämpfen für das Recht auf Nachbau. Nach dem Erntegut-Urteil des BGH Karlsruhe von November 2023 in dem der BGH eine Erkundigungspflicht des Agrarhandels festgestellt hat, sich aber nicht dazu geäußert hat, wie diese Erkundigungspflicht aussehen soll, haben viele Agrarhandelsunternehmen nach Empfehlungen ihrer Dachverbände daraufhin Lieferantenerklärungen mit Vertragsstrafendrohung an die Landwirte verteilt. Diese haben bundesweit heftigen Protest auf der Seite der Landwirte ausgelöst. Nach Einleitung von kartell- und agrarorganisationsrechtlichen Schritten seitens der IG Nachbau und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft gegen eines der größten Agrarhandelshäuser in Deutschland, der RWZ in Köln, gab es einen ersten Teilerfolg, indem die RWZ AG Köln wesentliche Streitpunkte in ihrer Lieferantenerklärung an die Landwirte zurücknahm.

Mehr Informationen auf der Seite IG Nachbau


23.10.2024

AbL veröffentlicht Stellungnahme zur Existenzgründungsprämie in Niedersachsen

"Ohne finanzielle Unterstützung ist eine Gründung in der Landwirtschaft quasi unmöglich“

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. sowie die Jugendorganisation junge AbL (jAbL) haben eine Stellungnahme zur Einführung einer Existenzgründungsprämie für landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen veröffentlicht. Anlass ist einer Veranstaltung der Grünen Landtagsfraktion am 24. Oktober 2024 zum Thema. In dem Papier plädieren die Organisationen für eine Förderprämie von 100.000€ pro Betrieb, die nach einem Punktesystem vergeben werden soll.

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04.09.2024

Milchmarkt - Kommentar von Ottmar Ilchmann in der Bauernstimme

Marktlage günstig, aber ...

"Vom Milchmarkt gibt es derzeit erfreuliche Nachrichten. Der Butterpreis ist auf Rekordniveau und auch der Kieler Rohstoffwert und die Börsenmilchwerte sind hoch und steigen weiter [...]"

Weiterlesen in der Bauernstimme


04.09.2024

Niedersachsen legt Entwurf für Agrarstrukturgesetz vor

"Die Niedersächsische Landesregierung hat den Entwurf eines Gesetzes zur Sicherung und Verbesserung einer bäuerlichen Agrarstruktur in Niedersachsen (Niedersächsisches Agrarstruktursicherungs- und Agrarstrukturverbesserungsgesetz, kurz: NASVG) zur Verbandsbeteiligung freigegeben. Die AbL Niedersachsen/Bremen begrüßt die Initiative von Agrarministerin Miriam Staudte [...]"

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