Wir sind die Interessenvertretung von bäuerlichen Betrieben – unabhängig davon, ob sie konventionell oder ökologisch wirtschaften oder ob sie kleinere oder größere Höfe haben. Zukunftsfähige Landwirtschaft, Marktregeln, die Krisen vermeiden und Qualität stärken, die Stärkung der Regionen, - die AbL kämpft für den Erhalt zukunftsgerichteter bäuerlicher Betriebe.

Aktuell

15.12.2025

Politik muss ins Handeln kommen. Es braucht Marktrahmenbedingungen

Anlässlich der Proteste von Bäuerinnen und Bauern zu den stark fallenden Erzeugerpreisen vor allem im Milchsektor fordert die AbL Bundesminister Rainer und die Agrarpolitiker:innen im Bundestag auf, die Proteste der Bäuerinnen und Bauern ernst zu nehmen und notwendige Marktrahmenbedingungen jetzt umzusetzen.  

Ottmar Ilchmann, AbL-Landesvorsitzender in Niedersachsen, sagt:

„Es ist absolut nachvollziehbar, dass Bäuerinnen und Bauern jetzt protestieren. Die Politik ist bislang dem Deutschen Bauernverband gefolgt und hat sich gegen notwendige Marktrahmenbedingungen gestellt. Das ist fatal, dann wir Bäuerinnen und Bauern haben mit den Verbraucher:innen gemeinsam, dass wir eine extrem schwache Stellung in der Wertschöpfungskette haben. Das sind die jüngsten Ergebnisse der Monopolkommission. Wenn die Politik diese Marktsituation einfach nur abwartet, dann ist sie dafür verantwortlich, dass wieder viele Höfe aufgeben werden. Wir brauchen verpflichtende Verträge vor Lieferung für Milch und auch alle anderen landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Menge, Preise, Laufzeit und Qualitäten müssen vor Lieferung festgelegt werden, wie es alle Unternehmen in jedem anderen Wirtschaftszweig auch machen. Deutschland blockiert derzeit noch positive Ansätze der EU.“

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Hannover, 26.11.2025

AbL Niedersachsen/ Bremen fordert Abgeordnete auf, Agrarstrukturgesetz zu verabschieden

Schutz der aktiven Landwirte und Landwirtinnen darf nicht geopfert werden  

Heute wurde der durch die niedersächsische Landesregierung eingebrachte Gesetzentwurf zur Sicherung und zur Verbesserung der bäuerlichen Agrarstruktur und zur Änderung des Gesetzes über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (NASVG) im Agrarausschuss im Rahmen einer Verbändeanhörung behandelt. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Landesverband Niedersachsen/ Bremen setzt sich für eine Verabschiedung des Gesetzes ein.

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14.10.2025

AbL fordert konsequentes Handeln nach der Feststellung des „günstigen Erhaltungszustands" des Wolfes in Deutschland

Deutschland hat durch das Bundesumweltministerium (BMUKN) den "günstigen Erhaltungszustand" für die atlantische und die kontinentale Region an die EU-Kommission gemeldet. Die rechtlichen Grundlagen für die rechtssichere und zeitnahe Entnahme von Problemwölfen im Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetz zum Wolf sollen nun angepasst werden.

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Bremen, 11.10.2025

Gemeinsame Pressemitteilung

Breites Bündnis demonstriert unter dem Motto „Gemeinsam ackern! EU-Mercosur stoppen! Für eine solidarische Agrar- und Ernährungswende!“ in Bremen

Am 11. Oktober 2025 hat ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, initiiert von Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/ Bremen (AbL), Klima*Kollektiv und Netzwerk gerechter Welthandel zur Demonstration unter dem Motto „Gemeinsam ackern! EU-Mercosur stoppen!“ aufgerufen. 420 Demonstrierende waren dem Aufruf gefolgt und haben so ein starkes Zeichen gegen das EU-Mercosur-Abkommen gesetzt. Das Bündnis forderte eine solidarische Agrar- und Ernährungswende.

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Hannover/ Dörverden, 06.10.2025

AbL Niedersachsen/ Bremen begrüßt Existenzgründungsbeihilfe für Junglandwirt:innen  

Existenzgründer:innen in der Landwirtschaft müssen nun schnell sein

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/ Bremen e.V. (AbL) begrüßt die Einführung einer Existenzgründungsbeihilfe für junge Menschen in der Landwirtschaft durch das Land Niedersachsen. Die Existenzgründungsbeihilfe richtet sich an Junglandwirte und Junglandwirtinnen, aber auch Gärtner:innen und Tierwirt:innen, die inner- oder außerfamiliär einen Hof übernehmen oder ganz neu gründen.

Anders als die Junglandwirt:innenförderung der 1. Säule der GAP 1 bei der die Förderhöhe von der Flächengröße abhängt, stellt die neue Existenzgründungsbeihilfe das Betriebskonzept in den Vordergrund – unabhängig von der Größe des Betriebes. Somit können vielfältige und resiliente Betriebskonzepte mittels eines Punktesystems besonders berücksichtigt werden. [...]

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03.09.2025

Agrarstrukturgesetz: AbL begrüßt den Kabinettsbeschluss der Landesregierung

Niedersachsen braucht ein Agrarstrukturgesetz

Die AbL begrüßt die Einigung der niedersächsischen Landesregierung auf einen Entwurf zum Agrarstrukturgesetz. Der AbL-Landesvorsitzende Ottmar Ilchmann erklärt:

„Der Handlungsdruck ist hoch, denn in vielen Regionen Niedersachsens haben Bodenpacht- und Kaufpreise mittlerweile ein Niveau erreicht, das es bäuerlichen Betrieben immer schwerer macht, ihre Betriebsflächen zu halten, geschweige denn neue dazuzupachten oder zu kaufen. Erst recht haben Neueinsteiger:innen kaum noch die Möglichkeit, an Flächen zu kommen. Deshalb ist eine Begrenzung sowohl der Preise für Land als auch der Größe, bis zu der Betriebe wachsen können, dringend geboten. Die AbL hätte sich diese Grenzen sogar deutlich niedriger gewünscht. So aber stellt der Gesetzestext einen tragfähigen Kompromiss dar, der nun von allen Beteiligten nicht mehr bekämpft, sondern unterstützt und vom Landtag rasch verabschiedet werden sollte. Es geht um den möglichst flächendeckenden Erhalt einer vielfältigen, bäuerlich geprägten Agrarstruktur im Agrarland Nummer eins!“

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Hannover/ Oldenburg, 08.07.2025

Gemeinsame Pressemitteilung der AbL Niedersachsen/Bremen e.V. und ALSO e.V.

Ausbeutungsstrukturen und Lohndumping bringen keine gute Ernte ein!

Warum die Forderung nach einem geringeren Mindestlohn für Saisonarbeiter:innen nicht nur empörend, sondern auch nicht zielführend ist

Bauernverband und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer beweisen mit ihren öffentlichen Forderungen nach einer offiziellen Unterschreitung des Mindestlohns noch bevor die Mindestlohnkommission ihren Vorschlag veröffentlicht hat, nicht nur mangelnde Empathie gegenüber der vielfach ohnehin von Armut und Ausbeutung betroffenen Gruppe der Saisonarbeiter:innen, sondern auch mangelnde Weitsicht.

Steigendende Kosten und stagnierende Erzeugerpreise sind ein wesentlicher Grund für eine weiterhin angespannte wirtschaftliche Situation landwirtschaftlicher Betriebe. Daher ist es zwar nicht verwunderlich, dass die Anhebung des Mindestlohns in der Landwirtschaft vielfach auf Ablehnung stößt, Forderungen nach einem geringeren Mindestlohn für Saisonarbeiter:innen sind allerdings keine Lösung in diesem Dilemma, sondern widerliche Versuche, ein auf Ausbeutung beruhendes System gesetzlich zu verankern. Faire Arbeits- und Einkommensbedingungen müssen in der Landwirtschaft aber für alle gelten. Das ist die Voraussetzung für eine stabile Situation im ländlichen Raum und eine prosperierende Landwirtschaftsbranche. Ein System, dass nur durch Ausbeutungsstrukturen funktioniert, hat langfristig keine Zukunft. [...]

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Verden (Aller), 21.05.2025

Folgen der Klimakatastrophe sichtbar: lückige Frühjahrsaussaaten und vertrocknetes Grünland selbst in Flussauen

Warum wir es uns nicht leisten können, Klima- und Umweltschutzstandards abzubauen  

Ausgetrocknete Böden, lückig auflaufende Frühjahrssaaten, teils starke Ertragseinbußen beim ersten Grasschnitt, seit Wochen kein substanzieller Niederschlag in Niedersachsen. Die Lage ist dramatisch: Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung weist für den Oberboden (bis 25 cm) in Norddeutschland seit Wochen tiefrote Werte aus: Die stärkste Dürrestufe. Endet der Mai so regenfrei wie er begonnen hat, werden wir das trockenste Frühjahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1981 zu verzeichnen haben. Wasser wird EU-weit zunehmend ein knapperes Gut. [Weiterlesen...]

27.04.2025

Wer schützt die Existenz der aktiven Landwirte? 

Verbändegespräch zum Agrarstrukturgesetz: Nur ein Teil der Akteure an Pacht- und Kaufpreisbremse für landwirtschaftliche Flächen interessiert

Dass landwirtschaftlicher Boden auch in Niedersachsen vor Spekulationen und branchenfremden Investoren geschützt werden muss, zeigen die drastisch gestiegenen Pacht- und Kaufpreise. Während Landwirt:innen in der Urproduktion nach wie vor kämpfen müssen, um kostendeckende oder gar gewinnerwirtschaftende Einkünfte für ihre landwirtschaftlichen Produkte zu erzielen, ist vor allem die Energieerzeugung auf landwirtschaftlichen Flächen mit Wind und Sonne sowie Biogaserzeugung lukrativ. Nutzungen, mit den die zu erzielenden Einkünfte aus der Urproduktion nicht konkurrieren können. Zwangsläufig entbrennt ein unfairer Kampf um die Flächen, bei dem regelmäßig die Produzent:innen von Nahrungsmitteln verlieren und bei dem nur die kapitalstarken teilweise mit außerlandwirtschaftlichem Kapital unterstützten Großbetriebe mithalten können. [...]

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31.03.2024

Unsere Böden sind uns (zu) teuer!

Steigende Pacht- und Kaufpreise für landwirtschaftlich genutzte Flächen bringen bäuerliche Landwirtschaft in Existenznot

Bei der Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Landesverband Niedersachsen/ Bremen e.V. am 30. März 2025 in Westen (Dörverden) mit dem Titel „Unsere Böden sind uns teuer - …rund um die Themen Bodenpolitik und Bodenschutz!“ haben Landwirt:innen, Politiker:innen und weitere Interessierte diskutiert, ob es vor dem Hintergrund weiter steigender Pacht- und Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen ein niedersächsisches Agrarstrukturgesetz braucht. Der Einladung der AbL Niedersachsen/ Bremen waren die Agrar-Politiker:innen Karin Logemann (SPD), Burkhard Gödecke (Bündnis 90/ Die Grünen) und Hartmut Moorkamp (CDU) gefolgt und haben sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion den Fragen von Publikum und Moderator Ottmar Ilchmann gestellt. Weitgehende Einigkeit der Teilnehmer:innen bestand bei der Veranstaltung darüber, dass ein Agrarstrukturgesetz als ein Instrument zum Schutz der aktiven Landwirte und einer vielfältigen Betriebsstruktur längst überfällig ist. Der Podiumsdiskussion vorangegangen war ein Vortrag des Agrarstrukturexperten Jobst Jungehülsing, der darstellte, wie dringend der Handlungsbedarf inzwischen sei. Gleichzeitig wies er daraufhin, dass eine Pacht- und Kaufpreispreisbegrenzung von 50% über dem Durchschnittswert wie es im Augenblick festgelegt ist, viel zu hoch angesetzt sei. Jungehülsing plädierte für eine Begrenzung von maximal 20% oberhalb der Durchschnittswerte. In der Vergangenheit hätten die Landwirte die steigenden Kauf- und Pachtpreise durch Einkommensverzicht kompensiert.

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22.03.2025

Agrardiesel darf nicht Hauptpunkt der Koalitionsverhandlungen sein!

AbL Niedersachsen/ Bremen begrüßt das Wiedereinführungsversprechen der Agrardieselsteuererstattung, mahnt aber an, dass bei den Koalitionsverhandlungen wesentlich wichtigere Themenfelder zu bearbeiten sind

Dass der Wegfall der Erstattung eines Teils der Steuern auf den Agrardiesel sich auf die Einkommenssituation von landwirtschaftlichen Betrieben ausgewirkt hat, ist unbestritten. Diese hat sich dadurch verschärft. Zudem waren zum Zeitpunkt des Wegfalls der Subventionierung des Agrardiesels flächendeckend keine Alternativen vorhanden, - sie sind es heute auch nicht, sodass von einer lenkenden Wirkung hin zu einer klimafreundlicheren Landwirtschaft durch den Wegfall der Subventionierung nicht ausgegangen werden kann. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Landesverband Niedersachsen/ Bremen e.V. (AbL Niedersachsen/ Bremen) mahnt aber an, dass die kommende Bundesregierung größere Anstrengungen unternehmen muss, um den dringenden agrarpolitischen Aufgaben der nächsten Legislaturperiode gerecht zu werden und verweist hierzu auch auf die Forderungen der AbL, die sie im Vorfeld der Bundestagswahl veröffentlicht hatte. 

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14.02.2025

CDU und CSU stimmen gegen Milchbauern

AbL zur Abstimmung zur Reform der Marktordung im Bundesrat

Der Bundesrat hat heute über seine Haltung zur geplanten Reform der Gemeinsamen Marktordung auf EU-Ebene abgestimmt. Diese sieht erste Verbesserungen der Stellung von Bäuerinnen und Bauern in der Wertschöpfungskette vor. Für eine generelle Ablehnung des Vorschlages des neuen EU-Agrarkommissars gab es keine Mehrheit. Die maßgeblich von Seiten der CDU und CSU eingebrachten Bedenken zur Vertragspflicht im Milchsektor (Art. 148) wurden hingegen mehrheitlich angenommen. [...]

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23.01.2025

Offener Brief: Kanzler darf Umsetzung fairer Marktregeln nicht bremsen!

Reform der Gemeinsamen Marktordnung auf EU-Ebene

Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Bauernverbände haben sich in einem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz gewandt. In diesem werfen Sie dem Kanzlerkandidaten der SPD vor, bei den aktuell in Brüssel beginnenden Verhandlungen zur Umsetzung einer europaweiten Vertragspflicht für die Milchbranche auf der Bremse zu stehen. Sie fordern Olaf Scholz gemeinsam auf, sich bei der Positionierung der Bundesregierung für das Treffen des EU-Agrarrates am kommenden Montag endlich hörbar und engagiert für eine spürbare Verbesserung der Verhandlungsposition von Milchbäuerinnen und Milchbauern auf EU-Ebene einzusetzen. Die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene europaweite Verpflichtung, dass Molkereien und Milchviehbetriebe vor Ablieferung von Milch einen schriftlichen Vertrag über die Liefermenge, den Preis, die Qualität sowie die Dauer des Vertrages abschließen müssen (Art. 148 GMO), ist aus ihrer Sicht hierfür ein erster wichtiger Schritt. Unterstützt werden die Bauernvertreter in Ihrem Anliegen von den Vorsitzenden großer Natur- und Tierschutz- und Verbraucherverbände. [...]

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23.10.2024

AbL veröffentlicht Stellungnahme zur Existenzgründungsprämie in Niedersachsen

"Ohne finanzielle Unterstützung ist eine Gründung in der Landwirtschaft quasi unmöglich“

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. sowie die Jugendorganisation junge AbL (jAbL) haben eine Stellungnahme zur Einführung einer Existenzgründungsprämie für landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen veröffentlicht. Anlass ist einer Veranstaltung der Grünen Landtagsfraktion am 24. Oktober 2024 zum Thema. In dem Papier plädieren die Organisationen für eine Förderprämie von 100.000€ pro Betrieb, die nach einem Punktesystem vergeben werden soll.

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